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Schwarzenegger bei Klimakonferenz:"Ich war überwältigt, als ich Greta Thunberg traf"

Das prominente Duo wirbt in Wien gemeinsam für Klimaschutz. Auch Österreichs Bundespräsident empfängt die 16-jährige Aktivistin.

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R20 Austrian World Summit in Wien

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Arnold Schwarzenegger und Greta Thunberg haben am Dienstag in Wien ein prominentes Duo im Kampf gegen die drohende Klimakatastrophe gebildet. Der österreichisch-amerikanische Schauspieler und Politiker und die junge Aktivistin treffen einander im Rahmen einer Klimakonferenz. "Ich muss zugeben, ich war überwältigt, als ich Greta Thunberg traf", schreibt Schwarzenegger später auf seinem Instagram-Account.

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Bei ihrem Besuch in Wien trifft Greta Thunberg auch Österreichs Bundespräsidenten. Alexander Van der Bellen empfängt sie in der Hofburg. Er habe ihr seine größte Wertschätzung für ihr Handeln ausgedrückt und auch seine Unterstützung versprochen, sagt Van der Bellens Pressesprecherin.

R20 Austrian World Summit in Wien

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Van der Bellen empfängt die Aktivistin inmitten der Regierungskrise in Österreich: Infolge des Ibiza-Videos mit Heinz-Christian Strache ist am Montag Kanzler Sebastian Kurz gestürzt worden.

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Neben Van der Bellen und Schwarzenegger trifft Thunberg bei der Klimakonferenz auch UN-Generalsekretär António Guterres.

"Wir machen zu wenig von dem Vereinbarten, von dem wir schon jetzt wissen, dass es überhaupt nicht ausreichen wird", sagte Guterres auf der Konferenz. Als konkrete Maßnahmen nennt er unter anderem die Besteuerung von Umweltverschmutzungen und eine Ende von Subvention für fossile Brennstoffe. "Ich weiß, dass wir das schaffen können - vorausgesetzt wir haben den politischen Willen dazu."

Veranstalter der Klimakonferenz ist die NGO "R20 - Regions of Climate Action", die Schwarzenegger 2010 selbst gegründet hat. Die Veranstaltung soll Wissenschaftler, Politiker und Aktivisten vernetzen und eine Präsentationsplattform für regionale vorbildliche Beispiele im Klimaschutz sein. Auf der zweitägigen Konferenz treffen sich 1200 Besucher aus 30 Nationen.

NGO ´R20"-Klimagipfel in Wien

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Thunberg ist bekannt dafür, dass sie sich im Rampen- und Blitzlicht nicht gerade wohl fühlt, für sie sind solche Veranstaltungen eher Mittel zum Zweck.

NGO ´R20"-Klimagipfel in Wien

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In ihrer Rede kritisiert sie die Politikerklasse, deren eigenes Handeln nicht im Einklang mit ihren Vorträgen stehe. Diese sagten, man müsse etwas gegen den Klimawandel tun, und trotzdem bauten sie gleichzeitig neue Flughäfen und setzten auf Kohle als Energieträger.

Dass die alten Volksparteien vor allem bei umweltpolitischen Themen den Draht zu jungen Menschen verloren haben könnten, zeigten zuletzt die "Fridays for Future"-Demonstrationen und die Europawahl, bei der junge Leute vor allem für Grüne und Liberale gestimmt haben.

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Die 16 Jahre alte Thunberg ruft in Wien dazu auf, in allen Bereichen des Lebens umzudenken. "Einzelne, voneinander isolierte Lösungen sind nicht mehr genug - und das wissen Sie alle." Die Klimakrise sei in erster Linie ein Notfall, bei dem es nicht primär darum gehe, neue Jobs und Wirtschaftswachstum zu generieren. "Das ist die größte Krise, der die Menschheit jemals begegnet ist."

NGO ´R20"-Klimagipfel in Wien

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Schwarzenegger unterscheidet zwischen den Träumern, den Machern und den Zweiflern. Die Träumer und Macher müssten zusammenarbeiten und den Zweiflern beweisen, dass diese mit ihrer Haltung nur für weitere Probleme sorgten. Er könne es nicht verstehen, dass Autohersteller wie Volkswagen lieber betrügen würden, statt einen "Elektromotor zu entwickeln, der sich weltweit verkaufen würde wie warme Pfannkuchen".

"Eure Zeit ist bald abgelaufen", ruft der frühere Bodybuilder denen zu, die aus seiner Sicht nur den Status quo bewahren wollten. "Ihr könnt den Fortschritt bremsen", so der Politiker, "aber wir Träumer und Macher weltweit werden euch beweisen, dass ihr falsch liegt."

© SZ.de/dpa/jsa/gal
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