Europäische Union:Aufbruch für Kiew, Stillstand für den Westbalkan

Europäische Union: Ein eher gequältes Familienfoto: das Treffen der EU und der Westbalkanstaaten am Donnerstag.

Ein eher gequältes Familienfoto: das Treffen der EU und der Westbalkanstaaten am Donnerstag.

(Foto: Ludovic Marin/AFP)

Bei ihrem Treffen enttäuschen die EU-Staats- und Regierungschefs die Länder des Westbalkans - mal wieder. Dann folgt eine historische Entscheidung zur Ukraine.

Von Björn Finke und Matthias Kolb, Brüssel

Zu den Ritualen von internationalen Gipfeln gehört es, alle Teilnehmer für ein Erinnerungsfoto zu versammeln. Vorab wird mit Aufklebern auf dem Boden geklärt, wo die Männer und Frauen stehen sollen, und dann folgt das "Familienfoto". Ein solches wurde auch beim EU-Westbalkan-Gipfel am Donnerstag gemacht, aber das Lächeln auf den Gesichtern wirkte eher gequält angesichts der schlechten Stimmung. Mit der Einladung an die sechs Länder der Region hatte EU-Ratspräsident Charles Michel zeigen wollen, dass die EU sie trotz der Beitrittsambitionen der Ukraine nicht vergessen werde und sie zumindest zur erweiterten Familie gehören. Doch die Verbundenheit zeigte sich dann eher in der Emotionalität, mit der gestritten wurde - ganz wie auf Familienfeiern.

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