Wehrpflicht:FDP und CDU können sich Bundeswehrsoldaten ohne deutschen Pass vorstellen

Wehrpflicht: Vertreter mehrerer Parteien zeigen sich offen dafür, Soldatinnen und Soldaten ohne deutschen Pass in die Bundeswehr aufzunehmen.

Vertreter mehrerer Parteien zeigen sich offen dafür, Soldatinnen und Soldaten ohne deutschen Pass in die Bundeswehr aufzunehmen.

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Nachdem Verteidigungsminister Pistorius zuletzt eine modifizierte Wehrpflicht und auch eine Öffnung der Truppe ins Spiel gebracht hatte, zeigen sich nun auch Vertreter anderen Parteien offen für den Vorschlag.

FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat sich offen dafür gezeigt, Soldatinnen und Soldaten ohne deutschen Pass in der Truppe aufzunehmen. "Grundsätzlich müssen wir bei der Suche nach geeigneten jungen Menschen, die ihren Dienst in der Bundeswehr zu leisten bereit sind, deutlich europäischer denken", sagte sie der Rheinischen Post. Dazu gehöre auch die Überlegung, "dass Soldaten und Soldatinnen ohne deutschen Pass diesen durch den erfolgreichen Dienst in der Bundeswehr schneller bekommen können", sagte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag.

Auch der CDU-Verteidigungspolitiker Johann Wadephul sagte der Zeitung, dass die Idee grundsätzlich richtig sei - doch die Ausgestaltung sei zentral. "Gilt diese Möglichkeit nur für Bürgerinnen und Bürger von EU- oder Nato-Staaten oder auch noch darüber hinaus? Ist die vollständige Kenntnis der deutschen Sprache nötig?"

Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte zuletzt eine modifizierte Wehrpflicht und auch eine Öffnung der Truppe für Soldatinnen und Soldaten ohne deutschen Pass ins Spiel gebracht. "Wir wären nicht die ersten Streitkräfte in Europa, die das tun würden", sagte Pistorius dem Tagesspiegel. Es gebe Menschen im Land, die in zweiter oder dritter Generation in Deutschland leben, aber noch nicht die deutsche Staatsangehörigkeit haben.

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