Belarus und die Migranten:"Unsere Gesellschaft ist nicht bereit, sie aufzunehmen"

Lesezeit: 5 min

Migrant crisis at the Belarusian-Polish border

Migranten in einem belarussischen Lager nahe der Grenze zu Polen in der Gegend von Grodno.

(Foto: Kacper Pempel/Reuters)

Lukaschenko holte Tausende Flüchtlinge ins Land, doch viele Menschen in Belarus ängstigt die Anwesenheit der Fremden. Besonders tragisch: Viele Belarussen denken selbst an Flucht. Rächt sich nun Lukaschenkos Taktik?

Von Silke Bigalke, Moskau, und Frank Nienhuysen

Die Tankstelle, in der er arbeitet, liegt nicht weit vom Minsker Bahnhof. Ständig kämen dort nun Menschen "mit dunkler Haut" vorbei, sagt Fjodor, der Tankstellenmitarbeiter am Telefon. Seinen vollen Namen möchte er nicht nennen, für Belarussen ist es riskant, mit ausländischen Journalisten zu sprechen. Die Flüchtlinge, erzählt er, kauften Getränke und Essen im Tankstellenimbiss, möchten in Euro oder Dollar bezahlen, mit großen Scheinen. Fjodor findet das befremdlich: "Wir haben mit anderen Kulturen in diesem Umfang nie was zu tun", er spreche auch mit Freunden darüber. "Man hat ein bisschen Angst."

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Liebe und Beziehung
Der Schmerz, der die Partnerschaft belastet
Kueche praktisch
Wohnen
Was eine praktische Küche ausmacht
Corona-Proteste
Dein Feind und Prügelknabe
Psychologie
"Je weniger Alkohol, desto besser für Körper und Psyche"
alles liebe
Liebe und Partnerschaft
Diese roten Flaggen gibt es in der Liebe
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB