Klimaschutz:Robert Habecks große Aufgabe

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Klimaschutz: Solarpark und Windräder bei Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt.

Solarpark und Windräder bei Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt.

(Foto: Jürgen Held via www.imago-images.de/imago images/Jürgen Held)

Ausstieg aus der Kohle, Ausbau der erneuerbaren Energien, Vereinfachung der Genehmigungsverfahren: Der Klimaschutz ist eine der größten bereits absehbaren Baustellen der neuen Koalition - und alles muss schneller gehen als bisher.

Von Michael Bauchmüller

Wie das mit dem Ausstieg aus der Kohle funktionieren kann, das hat Hans-Jürgen Brick so weit schon im Blick. "Technisch ist das bis 2030 möglich", sagt er. "Aber das bedeutet auch, dass sehr schnell sehr viel passieren muss." Brick muss das wissen. Seine Firma Amprion ist Herrin des westdeutschen Stromnetzes. Seit Jahren schlägt er sich mit zähen Genehmigungsverfahren herum, beim Bau neuer Leitungen, die Windstrom von Nord nach Süd transportieren sollen. Nun aber will die Koalition alles beschleunigen: den Ausstieg aus der Kohle, den Ausbau der erneuerbaren Energien, die zugehörigen Genehmigungsverfahren. Bis 2030 sollen 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien kommen, vor allem aus Sonne und Wind. Sie sollen nicht nur Kohle- und Atomkraft ersetzen, sondern Millionen Elektroautos und elektrische Wärmepumpen antreiben. "Die große Herausforderung ist der sichere Netzbetrieb", sagt Brick. Das System insgesamt drohe weniger robust zu werden.

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