bedeckt München 30°

Staudamm im Amazonasbecken:Der gigantische Menschenversuch

Wahllos umgesiedelte Bewohner, eine Stadt, deren Mordrate bald explodierte und verbranntes Land, größer als der Bodensee: Wie in Brasilien das riesige Wasserkraftwerk Belo Monte in die Lunge der Welt gestanzt wurde.

Von Boris Herrmann und Karin Steinberger

An der großen Schlinge des Xingu-Flusses, in der Hitze Amazoniens, kniet Ozimar, Häuptling vom Stamm der Juruna, und hackt mit seiner Machete auf ein Stück Holz ein. Die Juruna haben ihre Kanus schon immer selber gebaut, mit ihnen haben sie die Stromschnellen durchpflügt, die Sandbänke umschifft. Solange er Häuptling ist, wird das auch so bleiben. Der Fluss ist ihr Gott, sie leben mit ihm und von ihm. Aber der Fluss, Ozimar Juruna flüstert es fast, der Fluss ist verrückt geworden. Mit einem Knopfdruck können die Fremden ihn jetzt abstellen.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Senat in Rom hebt Immunität von Salvini auf
Italien
Die Gier der Mächtigen
Juli Zeh, Lanzarote 2018
Achtung: Pressebilder Luchterhand Verlag, nur zur einmaligen Verwendung am 04.04.2020!
Juli Zeh zur Corona-Krise
"Die Bestrafungstaktik ist bedenklich"
Kann man Selbstdisziplin lernen? Wendy Wood im Interview
Psychologie
Kann man Selbstdisziplin lernen?
Rollator, Corona, Seite Drei
Covid-19
Ich doch nicht
Virus-stricken Dutch cruise ship expected to reach Florida's coasts after stand-off over permission to dock
USA
Wie das Coronavirus Amerika infizierte
Zur SZ-Startseite