Leute:Ohren zu!

Leute: Ob Céline Dion weiß, dass sie wegen ihres durchdringenden Soprans Bestandteil einer neuseeländischen Jugend-Subkultur ist?

Ob Céline Dion weiß, dass sie wegen ihres durchdringenden Soprans Bestandteil einer neuseeländischen Jugend-Subkultur ist?

(Foto: Ian West/dpa)

Die Bürgerinnen und Bürger einer neuseeländischen Stadt fühlen sich durch Céline Dion belästigt, Islands Regierungschefin tritt in den Streik, und Paris Hilton verbittet sich fiese Kommentare über ihr Baby.

Céline Dion, 55, Sängerin, ist in Neuseeland zur Ruhestörerin erklärt worden. Laut einem Bericht des Guardian leiden die Anwohner der Stadt Porirua auf der Nordinsel unter sogenannten "Sirenenkämpfen". Dabei handelt es sich um ein subkulturelles Phänomen, das sich in den 2010er-Jahren zunächst in der Region von Auckland entwickelt hat: Zumeist jugendliche Musikfans montieren Lautsprecher auf ihre Autos oder auch an ihre Fahrräder und wetteifern, wer den lautesten Sound abspielt. Songs von Céline Dion sind wegen des durchdringenden Soprans der Kanadierin ein besonders beliebtes Beschallungsmittel. In einer Petition fordern Bürgerinnen und Bürger von Porirua die Stadtverwaltung nun dazu auf, den Lärm zu unterbinden.

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(Foto: Markus Schreiber/AP)

Katrín Jakobsdóttir, 47, isländische Premierministerin, ist in den Streik getreten. Laut einem Bericht der Zeitung Morgunblaðið legte die Regierungschefin am Dienstag gemeinsam mit Zehntausenden anderen Frauen die Arbeit nieder, um gegen den Gender-Pay-Gap und gegen sexuelle Gewalt zu protestieren. "Ich werde an diesem Tag nicht arbeiten und ich erwarte von allen Frauen im Kabinett, dass sie das ebenfalls nicht tun werden", hatte sie angekündigt. Obwohl Island an der Spitze des Global Gender Gap Report des Weltwirtschaftsforums steht, sieht die Regierungschefin längst nicht alle gleichstellungspolitischen Ziele erfüllt. Dass Frauen noch immer schlechter bezahlt würden als Männer, sei "im Jahr 2023 inakzeptabel". In Island verdienen Frauen pro Stunde durchschnittlich 9,52 Prozent weniger als Männer, in Deutschland sind es knapp 18 Prozent.

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(Foto: Ulises Ruiz/AFP)

Paris Hilton, 42, Realitydarstellerin, verbittet sich Sticheleien über ihren acht Monate alten Sohn. "Wenn man im Rampenlicht lebt, sind Kommentare unvermeidlich, aber mein Kind - oder das eines anderen - anzugreifen, ist nicht akzeptabel", schrieb die Urenkelin des Hotelgründers Conrad Hilton in einer Instagram-Story. "Das tut mir mehr im Herzen weh, als Worte beschreiben können. Ich habe hart daran gearbeitet, ein Umfeld zu schaffen, das von Liebe, Respekt und Akzeptanz geprägt ist, und ich erwarte im Gegenzug dasselbe." Hilton und ihr Mann Carter Reum, 42, hatten im Januar mitgeteilt, mit Hilfe einer Leihmutter zum ersten Mal Eltern geworden zu sein. Vor einigen Tagen hatte die US-Amerikanerin Fotos des kleinen Phoenix Barron geteilt, die neben wohlwollenden Kommentaren auch Spötteleien über die Kopfform des Jungen ernteten.

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(Foto: Abdullah Firas/Imago/Abacapress)

Dwayne "The Wax" Johnson, Wachsfigur, wird der Realität angepasst. Vor ein paar Tagen erst war das Ebenbild des US-amerikanisch-kanadischen Schauspielers mit samoanischen Wurzeln im Pariser Musée Grévin enthüllt worden, danach hatte es in den sozialen Netzwerken Kritik an dem zu hellen Hautton der Figur gehagelt. Auch der 51 Jahre alte Actiondarsteller, Spitzname "The Rock", äußerte sich selbst auf Instagram, garniert mit einem Smiley: "Mein Team wird sich an unsere Freunde im Grévin-Museum in Paris wenden, damit wir meine Wachsfigur mit einigen wichtigen Details und Verbesserungen ,updaten' können - angefangen bei meiner Hautfarbe." Das Museum ist dieser Aufforderung nun nachgekommen und hat angekündigt, beim Teint nachzubessern.

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(Foto: Jordan Strauss/Jordan Strauss/Invision/AP)

Cher, 77, Sängerin, spricht für ihren 40 Jahre jüngeren Freund in Rätseln. Laut einem Bericht auf der Website des TV-Unterhaltungsmagazins Extra sagte die US-Amerikanerin, ihr Lebensgefährte, der Sänger Alexander "A.E." Edwards, 37, habe manchmal "keinen Schimmer", über wen sie gerade rede. Wenn sie jemanden erwähne, schaue er sie oft an und sage: "Da war ich noch nicht geboren." Immerhin wisse er, wer Tina Turner war. Cher und der Sänger führen seit einem Jahr eine On-off-Beziehung.

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(Foto: Evandro Inetti/Imago/Zuma Wire)

Franziskus, 86, Papst, hat einen LGBTQ+-Aktivisten mit einer Antwort überrascht. Der Mann namens Stan Zerkowski, Geschäftsführer einer katholischen Organisation für die LGBTQ+-Gemeinschaft in Kentucky, hatte dem Pontifex in einer Mail über seine Erfahrungen als LGBTQ+-Seelsorger berichtet. Es sei dann fast ein Schock gewesen, eine persönliche Notiz des Papstes als Anhang in seinem E-Mail-Eingang zu finden, sagte Zerkowski dem National Catholic Reporter. Die aus vier Sätzen bestehende Notiz sei handschriftlich auf Italienisch verfasst und mit einer englischen Übersetzung versehen. "Vielen Dank für Ihren Dienst", schrieb der Papst. "Ich bete für Sie; bitte tun Sie dies auch weiterhin für mich. Möge der Herr Sie segnen und die Madonna über Sie wachen. Brüderlich, Franziskus."

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(Foto: Kevin Winter/AFP)

Jennifer Lopez, 54, ist ihre Villa losgeworden. Laut einem Bericht des Wall Street Journal wurde das Anwesen in Bel Air, einem noblen Stadtteil von Los Angeles, für rund 34 Millionen Dollar (32 Millionen Euro) verkauft. Ursprünglich hatte die Sängerin dafür 42,5 Millionen Dollar haben wollen. Die Immobilie in der 1492 Stone Canyon Road verfügt über Annehmlichkeiten wie ein eigenes Fitnessstudio, ein Kino für 30 Personen oder ein Amphitheater für 100 Zuschauer. Über das gut 30 000 Quadratmeter große Grundstück führen Spazierwege, neben einem Pool gibt es einen Badesee mit Privatstrand, diverse Feuerstellen und einen Springbrunnen. Das 1300-Quadratmeter-Haus hat laut Berichten neun Schlafzimmer und 13 Bäder. Wer die Villa gekauft hat, ist ein Geheimnis.

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