Leute:"Heute ist ein kostbarer Tag"

Lesezeit: 3 min

Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai hat geheiratet, Prinz Harry beklagt sich über die Wortschöpfung "Megxit", und Benedict Cumberbatch hat sich mehr oder weniger freiwillig eine Rauchvergiftung zugezogen.

Nobel Peace Prize laureate Malala Yousafzai marries in Birmingham
(Foto: Malin Fezehai/Twitter @malala/Reuters)

Malala Yousafzai, 24, pakistanische Friedensnobelpreisträgerin, hat prominente Glückwünsche zur Hochzeit bekommen. Am Dienstagabend hatte sie Fotos von der Trauungszeremonie auf Twitter geteilt und dazugeschrieben: "Heute ist ein kostbarer Tag in meinem Leben. Asser und ich haben uns das Ja-Wort gegeben, Partner im Leben zu sein." Daraufhin gratulierten im Antwort-Feld unter anderem der kanadische Premier Justin Trudeau, Apple-Chef Tim Cook und Ex-US-Präsidententochter Chelsea Clinton. Malala Yousafzai erhielt 2014 für ihren Einsatz für das Recht aller Kinder auf Bildung als bislang jüngste Preisträgerin den Friedensnobelpreis. Im Oktober 2012 hatte sie ein Attentat überlebt, nachdem Taliban-Kämpfer ihren Schulbus gestoppt hatten. Sie hatte sich zuvor für den Schulbesuch von Mädchen starkgemacht. Heute lebt sie in Birmingham. Ihr Mann Asser Malik arbeitet laut seinem Linkedin-Profil als General Manager beim pakistanischen Cricket-Verband.

FILE PHOTO: Annual Commonwealth Service at Westminster Abbey in London
(Foto: Henry Nicholls/Reuters)

Harry, 37, abtrünniger britischer Prinz, hält die Wortschöpfung "Megxit" für frauenfeindlich. Auf einer von der US-Zeitschrift Wired organisierten Debatte zum Thema "Die Internet-Lügenmaschine" erklärte er, der Begriff sei ein Beispiel für Hass im Internet. "Vielleicht wissen die Leute das, vielleicht auch nicht, aber der Terminus Megxit war oder ist frauenfeindlich", sagte er einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge. Ein Internet-Troll habe ihn kreiert, Königshaus-Berichterstatter hätten ihn verbreitet, dann sei er von den Mainstream-Medien aufgegriffen worden. Harry und seine Frau Meghan hatten sich vergangenes Jahr aus der ersten Reihe des britischen Königshauses verabschiedet und waren nach Kalifornien gezogen. Harry nannte die digitale Desinformation "eine globale humanitäre Krise". Im Bezug auf seine Mutter Diana, die 1997, verfolgt von Paparazzi, bei einem Autounfall in Paris starb, sagte er: "Ich kenne diese Geschichte nur allzu gut. Ich habe meine Mutter an diese selbst fabrizierte Wut verloren, und ich bin klar entschlossen, nicht auch noch die Mutter meiner Kinder an dieselbe Sache zu verlieren."

Benedict Cumberbatch: Hatte nach Dreharbeiten Nikotin-Vergiftung
(Foto: Chris Pizzello/dpa)

Benedict Cumberbatch, 45, britischer Schauspieler, hat zu viel geraucht. Bei Dreharbeiten für den Western "The Power of the Dog" habe er sich dreimal eine Nikotinvergiftung zugezogen, sagte er der Zeitschrift Esquire UK. In dem Film von Regisseurin Jane Campion spielt Cumberbatch einen kettenrauchenden Rancher. "Eine filterlose Selbstgedrehte nach der anderen" habe er sich reingezogen, berichtete er und fügte hinzu: "Wenn man eine Menge rauchen muss, ist das wirklich furchtbar." Er habe aber "eine Schicht Gestank" auf seinem Körper gewollt, um die Rolle besser zu verkörpern.

Schauspieler Paul Rudd
(Foto: Matt Crossick/dpa)

Paul Rudd, 52, US-Schauspieler, hofft auf eine gesteigerte Yacht-und Dinnerparty-Präsenz. Nachdem das Promimagazin People ihn zum diesjährigen "Sexiest Man Alive" kürte, sagte er in einem Interview in Anspielung auf einige seiner Vorgänger: "Ich hoffe nun, dass ich endlich zu einigen dieser sexy Dinner mit Clooney, Pitt und B. Jordan eingeladen werde." Außerdem gehe er davon aus, dass er künftig "auf deutlich mehr Yachten" sein werde. Eigentlich sehe er sich aber primär als Vater und Ehemann. "Ich hänge einfach mit meiner Familie herum, wenn ich nicht arbeite. Das ist so ziemlich das, was ich am liebsten mag."

Kabarettist Emmanuel Peterfalvi alias Alfons
(Foto: Marcus Brandt/dpa)

Emmanuel Peterfalvi, 54, französisch-deutscher Kabarettist, ist verzweifelt auf Trainingsjackensuche. Seit Jahren versuche er, ein weiteres Exemplar jener orangefarbenen Dederon-Jacke aus der DDR zu finden, die neben dem Puschel-Mikro sein Markenzeichen in der Rolle des TV-Reporters Alfons ist. "Ich habe in Secondhand-Läden gesucht. Ich habe suchen lassen. Ich habe in einer MDR-Talkshow davon erzählt", sagte der Wahlhamburger der Deutschen Presse-Agentur. "Es gab viele Reaktionen. Ich habe viele Jacken bekommen. Viele schräge Jacken aus der DDR. Aber diese nie." Vor Kurzem habe er bei Ebay eine Anzeige mit dem Titel "Jacke zu verkaufen - wie Kabarettist Alfons" entdeckt. "Ich hab die sofort gekauft natürlich, und die Frau war ganz hin und weg. Die hat sich total gefreut, dass ich die gekauft habe." Dennoch sei das Fundstück nicht ganz an das Original herangekommen.

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J.R. Moehringer

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Der Journalist und Autor J. R. Moehringer haucht als Ghostwriter den Biographien berühmter Menschen Leben ein. Sein neuestes Projekt: Prinz Harry, der schon ein "vollkommen ehrliches" Werk verkündete.

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