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Malawi:Einfach Spritze

2010 erkrankten 120 000 Menschen an Masern. Nun wurden im ostafrikanischen Malawi in nur einer Woche sieben Millionen Kinder geimpft.

(Foto: Karel Prinsloo/Gavi)

In Malawi ist gerade das ganze Land unterwegs, um Kinder vor Masern und Röteln zu schützen. Impfgegner gibt es dort nicht. Dafür haben die Menschen im Osten Afrikas schon zu viele Tote gesehen.

Es ist keine leichte Entscheidung, ob das nun zum Lachen ist oder zum Weinen. Nelia Jere lässt die Tränen kullern, während sie lacht. Sie lacht, weil hier so viel mehr los ist als in ihrem kleinen Dorf, weil ihr fremde Leute Grimassen schneiden. Sie weint, weil sie schon merkt, dass da vorne etwas faul ist, dass die vielen anderen Kinder anfangen zu weinen, wenn sie am Ende der Schlange angekommen sind. Ein Jahr alt ist Nelia nun, sie sitzt in einem Tuch über der Brust ihrer Mutter, der die feinen Wasserperlen auf der Stirn stehen. "Ich hatte Angst, dass ich es nicht schaffen würde", sagt Liana Jere, 29 Jahre.

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