Kinderbetreuung:Schäftlarn startet Portal für Eltern

Kinderbetreuung: Für Kinderbetreuungseinrichtungen und Gemeinde wird mit "Little Bird" einiges einfacher. Von links: Kristina Bohl (Kita Käthe Kruse), Stefan Wallner (Geschäftsleiter der Gemeinde), Bürgermeister Christian Fürst, Marisa Martini-Bäumler (Kindernetz Schäftlarn), Martina Bernwieser (Kindergarten St. Georg), Jana Schmidt (Little Bird).

Für Kinderbetreuungseinrichtungen und Gemeinde wird mit "Little Bird" einiges einfacher. Von links: Kristina Bohl (Kita Käthe Kruse), Stefan Wallner (Geschäftsleiter der Gemeinde), Bürgermeister Christian Fürst, Marisa Martini-Bäumler (Kindernetz Schäftlarn), Martina Bernwieser (Kindergarten St. Georg), Jana Schmidt (Little Bird).

(Foto: Hartmut Pöstges)

Die Software "Little Bird" soll die Suche nach einem Platz in Krippe, Kindergarten und Co. erleichtern.

Von Veronika Ellecosta, Schäftlarn

Etwa 600 Kinder unter zehn Jahren wohnen in Schäftlarn. Für die Eltern wird es bald einfacher, bei Bedarf einen Betreuungsplatz für den Nachwuchs zu organisieren: Von Oktober an kann die Buchung in Kitas, Kindergärten und in der Nachmittagsbetreuung im Onlineportal "Little Bird" abgewickelt werden. Damit schließt sich die Kommune den nahen Gemeinden Wolfratshausen, Pullach und Geretsried an, die die Berliner Software schon seit einigen Jahren nutzen.

Über die Webseite können Eltern ein Profil erstellen und anhand von angepassten Suchkriterien wie Öffnungszeiten, Erziehungskonzept und Kindesalter einen Betreuungsplatz suchen. Bürgermeister Christian Fürst (CSU) zeigte sich bei der Vorstellung des Portals erfreut darüber, dass nun Doppel- und Dreifachanmeldungen in diversen Einrichtungen vermieden und auch für Träger und Gemeinde die Organisation vereinheitlicht werde. Die Kommune könne Kriterien für die Vergabe selbst festlegen, wie Jana Schmidt von Little Bird erklärte. In Schäftlarn habe man sich darauf geeinigt, dass maximal drei Einrichtungen pro Kind maximal 24 Monate vor dem gewünschten Betreuungsbeginn über das Portal angefragt werden können. Die Kommune, die als Schnittstelle zwischen Trägereinrichtungen und Eltern fungiert, kann die Kriterien aber auch bei Bedarf selbst nachjustieren.

Die Betreuungslage hat sich in Schäftlarn entspannt

Darüber hinaus nutzt der katholische Kita-Verbund Schäftlarn-Aufkirchen eine App der Firma, um den Kita-Alltag leichter zu bestreiten. In der App werden die Daten mit dem Elternportal ausgetauscht. Eltern können über das Smartphone Krankmeldungen an die Kita schicken, Termine eintragen, Dokumente digital signieren und Mitteilungen erhalten. Auch diese App kann in Schäftlarn von Oktober an genutzt werden.

Die Betreuungslage für Kinder hat sich Bürgermeister Fürst zufolge leicht entspannt, einige wenige Plätze in den Kindergärten sind im kommenden Schuljahr noch frei. Er hoffe, dass das Portal "Little Bird" von den Eltern rege genutzt werde, damit Platzvergabe und Verwaltung "transparent und einheitlich vonstatten gehen", sagte Fürst.

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