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Tattoo-Künstlerin:"Ich bin nicht süchtig nach dem Schmerz"

Manuela Dietrich

Ihr erstes Tattoo - einen Pandabär auf ihrer linken Hüfte - hat Manuela Dietrich sich mit 18 stechen lassen.

(Foto: Robert Haas)

Manuela Dietrich hatte das Leben als Junior-Art-Direktorin satt - und wurde Tätowiererin. Heute hat sie als Ella Winchester eine weltweite Fangemeinde und ist selbst bis zum Hals tätowiert. Ein Besuch in ihrem Atelier.

Nach ihrem ersten Tattoo hat sie ihr Gewissen geplagt. So stark, dass sie nachts noch einmal auf die Suche ging, erzählt sie. In den Wald. Auf die Suche nach dem Stück Fleisch, in das sie den Anker gestochen hatte. Ein gängiges Symbol, eine leichte Übung - eingearbeitet in ein Stück Schweinebraten, das sie in der Metzgerei gekauft hatte. Doch was macht man mit dem Fleisch, wenn das Tattoo abgeschlossen ist? In den Müll schmeißen? Oder in den Wald legen, damit es wenigstens die Tiere fressen können? Aber was passiert, nur einmal angenommen, wenn ein Spaziergänger vorbeikommt und dann die abgeschnittene Schulter findet mit dem Anker-Tattoo?

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