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Coronavirus:Weitere Patientin stirbt in Herrschinger Klinik

Seit Anfang Dezember verzeichnet die Schindlbeck-Klinik acht Tote. 45 Mitarbeiter sind infiziert. Neue Ausbrüche meldet das Landratsamt auch aus einer anderen Klinik und in einem Heim.

In der Herrschinger Schindlbeck-Klinik ist eine weitere mit dem Coronavirus infizierte Patientin gestorben. Wie ein Kliniksprecher mitteilt, handelt es sich dabei um eine Frau, die bereits am Montagabend starb. Damit sind seit Beginn des Ausbruchs in dem Krankenhaus vor knapp zwei Wochen insgesamt acht Covid-19-Patienten aus den Landkreisen Starnberg, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Augsburg gestorben.

Noch immer ist das Ausbruchsgeschehen nicht eingedämmt, am Dienstag wurde laut Kliniksprecher ein weiterer Patient positiv auf das Coronavirus getestet, der ursächlich wegen einer anderen Erkrankung in die Klinik kam. Eine infizierte Mitarbeiterin, die stationär aufgenommen wurde, konnte derweil als Patientin entlassen werden. Auch die Zahl der infizierten Mitarbeiter steigt weiter. So wurde ein neuer Fall bekannt, womit sich nunmehr 45 Mitarbeiter angesteckt haben - drei weitere sind als Kontaktpersonen in Quarantäne.

Am Mittwoch wurden in der Klinik insgesamt 17 Covid-19-Patienten behandelt, nach Aussage der Klinik mit unterschiedlichen Schweregraden im Krankheitsverlauf. Ein infizierter Patient wird auf der Intensivstation beatmet. Zusätzlich zu den Corona-Patienten wurden am Mittwoch nur noch neun Patienten wegen anderer Erkrankungen in der Klinik behandelt.

Am Mittwoch ist die Inzidenz im Landkreis auf 193,2 gestiegen. Das Landratsamt meldete 39 Infektionen, darunter sieben aus Starnberg sowie je sechs aus Gauting, Herrsching und Tutzing. Drei Bewohner des BRK-Pflegeheims in Garatshausen wurden positiv getestet. An der Fünfseenland-Klinik in Gauting haben sich laut Landratsamt zwei Ärzte und drei Patienten der Gerontopsychiatrie angesteckt, die bis 28. Dezember unter Quarantäne steht.

Nach einem Fall an einer Kita in Söcking müssen sich 16 Kinder und zwei Mitarbeiter isolieren, genau wie zehn Neuntklässler des Gautinger Gymnasiums. Am Seniorenstift Pilsensee sind keine weiteren Infektionen aufgetreten. Im Kraillinger Caritas-Altenheim Maria Eich ist laut Landratsamt ein Bewohner eines bislang nicht betroffenen Wohnbereichs positiv getestet worden. Weil er kurz darauf stürzte, musste er in eine Klinik, wo er starb. Die Behörden führen den Tod in der Corona-Statistik mit Verweis auf eine andere Ursache.

© SZ vom 17.12.2020 / frie, dac
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