Wäre der einstige CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer noch Bundesverkehrsminister, dann würde sich der Münchner Stadtrat an diesem Mittwoch wahrscheinlich leichter tun, 560 Millionen Euro für ein Bauwerk auszugeben. Für ein Vorhaben, das ohne Hilfe aus Berlin zu Münchens teuerster Bauruine werden könnte. Eine Mehrheit von CSU, Grünen und SPD will im Stadtrat die Mittel für die geplante Haltestelle einer neuen U9 am Hauptbahnhof freigeben. Selbst auf die Gefahr hin, dass die U-Bahn mangels Geld gar nicht verwirklicht wird. Die 560 Millionen Euro würden dann völlig umsonst im Untergrund vergraben werden.
Ausbau des NahverkehrsZahlt Berlin für eine Münchner U-Bahn-Linie?
Lesezeit: 3 Min.

Als Bundesverkehrsminister hat Andreas Scheuer noch dafür gesorgt, dass viele Milliarden Euro nach Bayern fließen. Doch der CSU-Politiker ist nicht mehr Minister. Für die U9 bedeutet das nichts Gutes.
Von Klaus Ott
