S-Bahn München:Stammstrecke unter Wasser - Das sind Ihre Ausweichoptionen

Zwischen den Stationen Hackerbrücke und Isartor fuhren auf der sogenannten Stammstrecke zunächst keine Züge

Warten, warten, warten - vielfach vergeblich: Nach einem Wasserschaden zwischen HBF und Hackerbrücke geht am Dienstag auf der Stammstrecke lange Zeit nichts mehr.

(Foto: Sven Hoppe/dpa)
  • Weil es zwischen den Haltepunkten Hauptbahnhof und Hackerbrücke zu "Wassereinbruch im Gleisbereich" gekommen ist, ist die Stammstrecke seit dem Vormittag weitgehend lahmgelegt.
  • In der Nacht auf Mittwoch will die Bahn darüber entscheiden, ob der Betrieb am Mittwochmorgen auf dem betroffenen Streckenabschnitt wieder aufgenommen werden kann.
  • Wir halten Sie hier über die aktuelle Betriebslage und Ausweichmöglichkeiten auf dem Laufenden:

Wegen einer Störung ist der S-Bahn-Verkehr im Zentrum von München vorübergehend ausgefallen. Offenbar handelt es sich um einen Wasserschaden. Seit 10.30 Uhr am Dienstagmorgen fahren zwischen den Stationen Hackerbrücke und Isartor auf der Stammstrecke am Dienstagvormittag keine Züge. Ursache der Unterbrechung ist ein Wassereintritt im Gleisbereich zwischen den Stationen Hackerbrücke und Hauptbahnhof. Davon betroffen waren auch die Knotenpunkte Hauptbahnhof, Karlsplatz (Stachus) und Marienplatz. Im Zuge der Störung kommt es im gesamten S-Bahn-Netz zu teils erheblichen Verzögerungen. Zur Dauer der Störung konnte die S-Bahn München zunächst keine Angaben machen. Ob die Stammstrecke im Berufsverkehr am Mittwochmorgen auf voller Länge wieder in Betrieb genommen werden kann, will die deutsche Bahn in der Nacht entscheiden. Bis um 3.00 Uhr sollen die Pumpen laufen und dafür sorgen, das restliche Wasser aus dem Gleisbett zu befördern.

Die aktuelle Betriebslage und Ausweichmöglichkeiten:

  • Die Linie S 1 in bzw. aus Richtung Freising/Flughafen beginnt bzw. endet in Moosach. Fahrgäste der Linie S 1 können alternativ auf die U-Bahnlinien U 2 Feldmoching oder U 3 Moosach ausweichen.
  • Die Linie S 2 Petershausen/Altomünster - Erding wird zwischen Obermenzing und München Ost umgeleitet und die Stammstrecke nicht angefahren. Die Halte Leuchtenbergring und Berg am Laim entfallen.
  • Die Linie S 3 in bzw. aus Richtung Mammendorf beginnt bzw. endet in München-Pasing. Die Linie S 3 in bzw. aus Richtung Holzkirchen beginnt bzw. endet am Ostbahnhof. Alternativ können Sie auch auf die U-Bahnlinien U 2 bis Giesing und U 5 bis München Ostbahnhof ausweichen.
  • Die Linie S 4 Geltendorf beginnt/endet am Münchner Hbf, Gleis 27-36. Der Halt Hackerbrücke entfällt.
  • Die Linie S 6 in bzw. aus Richtung Ebersberg beginnt bzw. endet am Isartor. Die Linie S 6 in bzw. aus Richtung Tutzing beginnt bzw. endet an der Hackerbrücke.
  • Die Linie S 7 in bzw. aus Richtung Wolfratshausen beginnt bzw. endet am Münchner Hbf, Gleis 27-36. Die Linie S 7 in bzw. aus Richtung Kreuzstraße beginnt bzw. endet in Giesing. Alternativ können Sie auf die U-Bahnlinien U 2 bis Giesing, U 5 Neuperlach Süd oder auf die S-Bahnlinie S 3 ab München Ostbahnhof ausweichen.
  • Die Linie S 8 Herrsching - Flughafen wird zwischen München-Pasing und Ostbahnhof umgeleitet und die Stammstrecke nicht angefahren. Der Halt Leuchtenbergring entfällt.
  • Die S-Bahnen des 10-Minuten-Takts entfallen auf allen Linien.

Die Deutsche Bahn hat außerdem folgende Service-Hinweise ausgegeben:

  • Fahrgäste werden gebeten auch zwischen München Pasing/München Ost und München Hbf die Züge des Regionalverkehrs zu nutzen sowie die Tram 19.
  • DB Fahrscheine werden für die Dauer der Störung auch in den Verkehrsmitteln der MVG (U-Bahn, Bus, Tram) anerkannt.
  • Die Bahn bittet Fahrgäste die Ansagen und Anzeigen am Bahnsteig bezüglich Gleisabweichungen zu beachten.

Die Stammstrecke verläuft weitgehend unterirdisch durch die Münchner Innenstadt. Täglich fahren rund 1000 Züge auf der Stammstrecke. Laut Bahn gibt es nirgendwo in Europa mehr Verkehr auf zwei Gleisen. Rund 840 000 Menschen nutzen die S-Bahn pro Werktag. Zur Entlastung des für Störungen anfälligen S-Bahn-Netzes wird in der Landeshauptstadt eine zweite Stammstrecke gebaut. Sie soll 2028, zwei Jahre später als ursprünglich geplant, in Betrieb gehen und verläuft überwiegend durch einen neuen Tunnel.

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