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Das Tunnel-Tagebuch:Die Geschichte der zweiten Stammstrecke für München

Großbaustelle Marienhof: Hinter dem Rathaus entsteht eine der drei Stationen der neuen S-Bahn-Stammstrecke.

(Foto: Stephan Rumpf)

Drei Jahrzehnte debattieren, zwei Jahrzehnte planen, jetzt wird für drei bis vier Milliarden Euro gegraben: Wie es zum Bau der neuen S-Bahn-Röhre kam.

Es ist derzeit Münchens mit Abstand größtes Bauprojekt und eines der wichtigsten der Deutschen Bahn in ganz Deutschland: die neue, zweite Stammstrecke für die S-Bahn in München. Mehr als drei Milliarden Euro wird sie kosten. Und am Ende, in neun oder mehr Jahren, soll München dann eine weitere S-Bahn-Strecke quer durch die Innenstadt haben. Ihr Herzstück: ein etwa sieben Kilometer langer Tunnel zwischen Donnersbergerbrücke und Ostbahnhof.

So soll das Münchner S-Bahn-System besser werden und die steigenden Fahrgastzahlen bewältigen können - das ist die Hoffnung der Befürworter. Kritiker halten das Projekt für viel zu teuer und sähen das Geld an anderer Stelle besser investiert. Seit drei Jahrzehnten wird über die zweite Stammstrecke diskutiert, seit zwei Jahrzehnten wird geplant, seit zwei Jahren auch offiziell gebaut. Doch erst im Frühjahr 2019 werden diese Arbeiten für die Münchner richtig spürbar: Seit Anfang Mai ist der Hauptbahnhof gesperrt, er wird für die Stammstrecke abgerissen und später neu errichtet.

Was bisher geschah bei der zweiten Stammstrecke im Überblick: