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Polizeieinsatz:Schüler sprühen Parole gegen Robert-Koch-Institut

Coronavirus - München

"Fuck RKI" haben Sprayer an diese Hauswand gesprüht. Gemeint ist das Robert-Koch-Institut, die oberste Gesundheitsbehörde des Bundes.

(Foto: dpa)

An einer Klinik in der Isarvorstadt prangt ein Spruch gegen die Gesundheitsbehörde des Bundes. Die Polizei schnappt zwei Jugendliche und spricht von einer linksideologischen Tat.

Es muss wohl die Betrübnis darüber gewesen sein, dass sie seit Wochen nicht in die Schule dürfen, die zwei Schüler dazu bewegt hat, am Dienstagnachmittag "Fuck RKI" an die Wand einer Klinik in der Isarvorstadt zu sprühen. Ein Zeuge rief gegen 15 Uhr die Polizei, die auch sogleich drei Streifen an den Tatort in der Frauenlobstraße schickte. Die Beamten stellten zwei 13 und 14 Jahre alte Münchner auf dem Alten Südfriedhof. Sie hatten Sprühdosen dabei und eine Schablone mit der Parole gegen das Robert-Koch-Insitut. Eine Häuserwand in der Maistraße sollen sie ebenfalls besprüht haben. Die Polizei übergab die Tatverdächtigen ihren Eltern und die weiteren Ermittlungen an das Kommissariat für linksideologisch motivierte Straftaten.

Auch andere Bürger tun sich schwer mit den Auflagen des Seuchenschutzes. Zwischen Dienstagfrüh und Mittwochfrüh stellte die Polizei bei mehr als 6000 Kontrollen 283 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkung. Höhepunkt war eine Grillparty mit mehr als zehn Gästen in der Bad-Ischler-Straße in Pasing.

© SZ vom 09.04.2020 / anh/kast
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