LGBITQ* in Bayern:Wie tolerant München wirklich ist

Lesezeit: 4 min

23.06.2021, xjhx, Fussball Europameisterschaft 2020 Gruppe F, Deutschland - Ungarn emspor, v.l. Regebogenfahnen Aktion R

In der ganzen Stadt wehen Regenbogenfahnen. Doch wie aufgeschlossen ist München wirklich?

(Foto: imago images/Jan Huebner)

Seit dem EM-Spiel gegen Ungarn wehen in Bayerns Landeshauptstadt viele bunte Fahnen. Aber ist die Stadt so offen, wie sie sich gerne präsentiert? Auch hier passieren erschreckende Geschichten.

Von Lisa Sonnabend

Es ist der Tag nach dem viel beachteten EM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Ungarn, als eine Münchnerin auf ihr Fahrrad steigt und Richtung Zentrum losfährt. Wenige Stunden zuvor rollte der Ball etwas holprig über das Spielfeld, aber dabei geriet etwas viel Größeres ins Rollen. Die ganze Welt schaute auf eine bunte Stadt, in der die Bewohnerinnen und Bewohner Regenbogenfahnen hissten und schwenkten als Protest gegen ein neues Gesetz in Ungarn, das Homosexuellen den Zugang zu Informationen erschwert. Die Frau radelt also am Tag danach durch München, auf ihrem Gepäckträger hat sie eine Regenbogenfahne befestigt, auch sie will ein kleines Zeichen setzen. Doch nicht alle Reaktionen fallen positiv aus: Eine Gruppe beschimpft und beleidigt sie.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Interview mit Sido
"Mein Problem war selbst für die Profis relativ neu"
Nachruf auf Dietrich Mateschitz
Voller Energie
Menopause
Große Krise oder große Freiheit?
Wolf Biermann
"Das sind Dummheiten aus Klugscheißer-Motiven"
Trainer practicing squats with male and female clients in park; Sport Fitness Ernährung
Gesundheit
"Wer abnehmen möchte, sollte das nicht allein über Sport versuchen"
Zur SZ-Startseite