Aktion bis 15. Dezember:Prämien für Energiesparer

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Aktion bis 15. Dezember: Wer seinen Wärmeverbauch drosseln kann, spart möglicherweise doppelt.

Wer seinen Wärmeverbauch drosseln kann, spart möglicherweise doppelt.

(Foto: Catherina Hess)

Die Stadtwerke starten ihre Aktion: Wer seinen Verbrauch reduziert, kann mit barem Geld rechnen. Kunden in finanziellen Schwierigkeiten können ebenfalls auf Hilfsangebote zählen.

Von Berthold Neff

Weniger Energie verbrauchen, damit bares Geld sparen und außerdem noch eine Prämie sichern: Das können jetzt Privatkunden, die ihren Strom oder ihr Erdgas von den Stadtwerken München (SWM) beziehen. Die Aktion startet an diesem Mittwoch und läuft bis zum 15. Dezember, eine Anmeldung ist im Internet (www.swm.de/energiesparaktion) möglich. Wer es schafft, seinen Verbrauch um zehn Prozent zu reduzieren, erhält eine Prämie von 50 Euro. Wer die nächste Jahresrechnung im Vergleich zur aktuellen um mindestens 20 Prozent senkt, bekommt eine Prämie von 100 Euro. Haushalte, die schon jetzt besonders sparsam sind, deren Energieverbrauch also bereits im Bereich des geringen Verbrauchs liegt, erhalten eine Sofortprämie von 50 Euro, da in einem solchen Fall eine weitere Reduzierung des Energieverbrauchs unrealistisch ist.

Den Stadtwerken zufolge gilt es vor allem, den Gasverbrauch zu reduzieren. Besonders das Sparen von Wärmeenergie (Heizen und Warmwasser) trage dazu bei, die durch den Angriff Russlands auf die Ukraine weiter unsichere internationale Versorgungslage auszugleichen. Auch Stromsparen leiste einen Beitrag, da Strom teils mit Erdgas hergestellt wird. SWM-Chef Florian Bieberbach: "Die Lage ist weiterhin ernst, auch wenn die angestrebten Speicherfüllstände in Deutschland derzeit ganz gut sind. Wir alle müssen Energie sparen, um die Krise gemeinsam zu bewältigen." Bieberbach erinnerte daran, dass die Stadtwerke angesichts der neuen Entwicklung ihre Energiesparberatung für Haushalte mit geringem Einkommen intensiviert haben. Diese erfolge kostenfrei und umfasse auch ein Energiespar-Starterpaket sowie eine individuelle Tarifberatung. Zudem stellten die Stadtwerke einen Wärmefonds in Höhe von 20 Millionen Euro bereit, der jenen Menschen unter die Arme greifen soll, die am stärksten von den steigenden Energiepreisen betroffen sind.

Florian Bieberbach zufolge würden die Stadtwerke alles tun, damit in diesem Winter niemand frieren müsse. Es sei klar, dass die steigenden Energiekosten für alle Haushalte eine Belastung darstellten, "für einige sogar eine bedrohliche". Kundinnen und Kunden, die finanzielle Schwierigkeiten haben oder in Zahlungsverzug kommen, sollten deshalb umgehend Kontakt zum SWM-Kundenservice aufnehmen. Im gemeinsamen Gespräch suche man dann nach einer Lösung, etwa einem Ratenplan oder einer Verschiebung des Zahlungstermins.

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