Eine Übernahme von Evonik durch BASF würde Arbeitsplätze kosten. Sie kann aber auch den Chemiestandort Deutschland stärken. Wichtig ist, dass sich die Politik heraushält.
Industrie
:Steht Deutschlands Chemiebranche vor einer Riesenfusion?
Der weltweit größte Chemiekonzern BASF erwägt, die Nummer zwei in Deutschland, Evonik aus Essen, zu kaufen. Dabei stecken beide Firmen in der Krise und streichen Tausende Jobs.
Wirtschaftspolitik
:Reiche: Strompreise sollen erst in den 2030er-Jahren sinken
Vor allem die Industrie klagt über im internationalen Vergleich hohe Strompreise. Ministerin Reiche hat Reformen eingeleitet. Bis die wirken, soll es aber noch dauern.
Stromnetz
:Im Norden billig, im Süden teuer: Was Strompreiszonen bringen
Wenn sich in Norddeutschland die Windräder drehen, ist Strom auch in Bayern günstig. Brandenburgs Ministerpräsident findet das unsinnig und fordert mehrere Preiszonen. Kann das funktionieren?
MeinungWirtschaftspolitik
:Die Stahlindustrie darf nicht verschwinden
Deutschlands zweitgrößtes Stahlwerk streicht mehr als die Hälfte der Jobs – und die Beschäftigten sind sogar froh, weil sie Schlimmeres befürchtet haben. Ohne politische Hilfe droht der Branche das Aus.
SZ-Nachhaltigkeitsgipfel
:Klimaschutz spaltet die Stahlindustrie
Die EU will das mit Abstand wichtigste Klimaschutzgesetz reformieren. Deutschlands größter Stahlkonzern fordert Entlastungen, doch kleinere Rivalen wollen das gar nicht.
Stromnetze
:Zu viel verdient?
„Keine andere Branche, in der die Marktführer auch nur annähernd so profitabel sind“: Ohne die Verteilnetze läuft nichts im Land, kein Mensch bekommt Strom, keine Batterie lädt. Eine Analyse kommt nun auf kaum fassbare Renditen.
Redispatch-Vorbehalt
:Warum Reiches Pläne die Energiewende teurer machen könnten
Mit der Ausweisung von Netzengpass-Gebieten will die Wirtschaftsministerin die Kosten der Energiewende drücken. Erreichen könnte sie das Gegenteil. Was Experten stattdessen empfehlen.
Energiewende
:Die neue Logik an der Steckdose
Strom dann verbrauchen, wenn viel davon da ist und die Preise niedrig sind: Das geht mit „Smart Metern“. In Schweinfurt fragen sich Forscher der Uni Würzburg, warum das nicht alle wissen und nutzen.
MeinungIndustrie
:Diese Scheidung ist sinnvoll, Thyssenkrupp muss die Stahlsparte abgeben
Es ist eine Geschichte des andauernden Scheiterns: Schon mehrfach gab es Gespräche über den Verkauf von Deutschlands größtem Stahlhersteller. Nie führten sie zu einer Lösung. Trotzdem bleibt eine Trennung sinnvoll.
MeinungBundesregierung
:Ist Reiche Todesengel oder Retterin der Energiewende?
Die Wirtschaftsministerin wird als Gegnerin der Energiewende angegriffen. Tatsächlich versucht sie, ein zentrales Problem zu lösen: Der Ausbau von Wind- und Solarparks muss billiger und effizienter werden, sonst verliert er an Rückhalt.
MeinungEnergiepolitik
:Katherina Reiche macht es richtig
Die Wirtschaftsministerin hat umstrittene Gesetzentwürfe vorgelegt. Kritiker werfen ihr vor, damit die Energiewende abzuwürgen. Doch das ist unfair.
Stromkosten
:EU-Kommission genehmigt deutschen Industriestrompreis
Die deutsche Industrie beklagt im internationalen Vergleich teure Energie. Der Industriestrompreis soll Abhilfe schaffen und bekommt von Brüssel Zustimmung. Das Geld ist an Bedingungen geknüpft.
MeinungEU
:Viel Geld für kleine Atomreaktoren? Wie reaktionär
Ja, Deutschland hat einen Fehler gemacht in der Energiepolitik. Aber EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen liegt falsch: Der Atomausstieg war es nicht.
Überlastung und Abregelung
:Bayern kann große Mengen Ökostrom nicht in Netze einspeisen
Der Freistaat ist „Sonnenland Nummer eins“, prahlt Ministerpräsident Markus Söder. Was er nicht sagt: Ein wachsender Teil der Solarenergie kommt im Stromnetz gar nicht an. Die Verbraucher zahlen trotzdem.
Stahlindustrie
:Thyssenkrupp-Chef greift Bundesregierung an – und verteidigt die EU
Die Stahlindustrie fordert seit Langem niedrigere Energiepreise und mehr Schutz vor Billigkonkurrenz. Vorstandschef Miguel López wirft der Bundesregierung vor, zu zögerlich zu sein. Er sucht nun Verbündete.
Energiewende
:Eon investiert mehr in Stromnetze
Europas größter Netzbetreiber muss neben Wind- und Solarparks auch viele Rechenzentren und Batteriespeicher anschließen. Dafür stellt das Management mehr Geld zur Verfügung – unter einer Voraussetzung.
MeinungKritische Infrastruktur
:Der Bund steigt beim Stromnetzbetreiber Tennet ein – und das ist gut so
Die Bundesregierung könnte die Milliarden in Zeiten klammer Kassen auch anders ausgeben. Doch das Geld vom Staat ist wichtig für die Energiewende.
Netzausbau
:Na, auch noch einen Uralt-Stromzähler im Keller?
Mit modernen Messgeräten könnten Netz und Verbraucher deutlich entlastet werden – sogar Zeiten mit Gratisstrom wären denkbar. Wie der stockende Umstieg die Energiewende bremst.
MeinungStandortpolitik
:Mehr Tempo beim Umbau der Stahlindustrie, bitte
Die Krise der Branche ist ein wichtiges Thema bei Thyssenkrupps Hauptversammlung in dieser Woche. Die Politik hat die Dimension des Problems erkannt und will helfen – aber es geht zu langsam voran.
Dynamischer Tarif
:Ikea wird zum Stromanbieter
Das schwedische Möbelhaus bietet einen dynamischen Strompreis an. Kunden können bei einem Wechsel viel Geld sparen – aber auch draufzahlen.
Energie
:Österreich führt Industriestrompreis ein
Von 2027 an soll die Kilowattstunde für energieintensive Unternehmen nur noch fünf Cent kosten.
Smartmeter
:So sparen Haushalte Strom und Geld
Smartmeter sind entscheidend, damit die Energiewende klappt und Haushalte von günstigen Strompreisen profitieren können. Aber noch stockt der Ausbau. Woran das liegt und für welche Verbraucher sich ein Zählertausch lohnt.
Stromerzeugung 2025
:Photovoltaik überholt erstmals Braunkohle
2025 war ein Jahr der erneuerbaren Energien. Wie sich die Versorgung verändert hat und aus welchen Ländern Deutschland Strom importiert: ein Überblick mit Grafiken.
Klimaschutz
:Wie Oman Deutschlands Stahlindustrie helfen kann
Den hiesigen Hüttenwerken geht es schlecht. Ein deutscher Manager will die Firmen künftig mit grünem Eisen aus Oman beliefern – das soll Klimaschutz einfacher und billiger machen.
ExklusivInterview mit RWE-Chef Krebber
:„Energie wird teuer bleiben“
RWE-Chef Markus Krebber fordert mehr Hilfen für die energieintensive Industrie und mehr Tempo beim Bau von Gaskraftwerken. In den USA läuft es gerade gut für den Konzern, trotz Donald Trump.
Preissenkung bei den Stadtwerken
:Für viele Münchner wird der Strom billiger
Das Unternehmen kündigt an, es werde den Preis pro verbrauchter Kilowattstunde „deutlich reduzieren“. Allerdings steigt der jährliche Grundpreis. Was das für Verbraucher bedeutet.
Industrie
:Teure Sanierung bei Thyssenkrupp
Der Essener Konzern streicht Tausende Jobs bei der kriselnden Stahltochter. Die Kosten dafür werden der Firma wieder hohe Verluste einbrocken. Immerhin geht es aber mit dem Plan voran, die Sparte an Inder zu verkaufen.
Energieintensive Industrie
:Die Hütte brennt
Deutschlands Gießereien stecken in der Krise, genau wie die übrigen Industriezweige, die viel Energie verbrauchen.Ein Mittelständler aus Krefeld ist enttäuscht von der Regierung – und hilft sich nun selbst.
ExklusivEon-Chef Birnbaum
:„Die Erneuerbaren haben gewonnen“
Leonhard Birnbaum leitet Europas größten Stromnetzbetreiber Eon. Der Manager klagt, dass die Energiewende Opfer ihres eigenen Erfolgs geworden sei: Der Boom bei Ökostrom-Anlagen überlaste die Netze. Birnbaum fordert harte Reformen.
Eon-Chef auf dem „SZ Wirtschaftsgipfel“
:Wie wird die Energiewende billiger?
Wirtschaftsministerin Reiche will Subventionen kürzen und Ausbauziele kappen. Leonhard Birnbaum, Chef des größten Netzbetreibers Eon, verteidigt die Pläne gegen Kritik – und sieht bereits drastische Folgen.
Energie
:Strom und Gas werden für viele günstiger
Viele Haushalte zahlen von Januar an weniger für Strom und Gas in der Grundversorgung. Grund sind vor allem gesunkene Beschaffungskosten. Doch manchen flattert auch eine Erhöhung ins Haus.
Klimaschutz
:Grüner Wandel durch Handel – wie geht das?
Seit 20 Jahren betreibt die EU Klimaschutz über den Emissionshandel. Doch je besser das klappt, desto schärfer wird die Kritik. Was ist da eigentlich das Problem?
Koalition
:Schwarz-Rot will Industriestrom und Flugtickets günstiger machen
Energieintensive Unternehmen sollen in den kommenden drei Jahren nur fünf Cent pro Kilowattstunde bezahlen. Die Spitzen von Union und SPD einigen sich auch auf den Bau von Gaskraftwerken, einen „Deutschlandfonds“ und eine Senkung der Luftverkehrsteuer.
Energiekosten
:Was bringt ein Industriestrompreis?
Auf der Wunschliste der Industrie hat es eine Forderung bis ganz nach oben geschafft: ein ermäßigter Strompreis für Großverbraucher. Die Koalition wirkt wild entschlossen, ihn einzuführen. Aber ist das auch sinnvoll?
MeinungStahlgipfel im Kanzleramt
:Deutschlands ganzes Wirtschaftsmodell ist in Gefahr
Kanzler Friedrich Merz will bei einem Gipfel über Hilfen für den kriselnden Industriezweig beraten. Die Probleme betreffen aber nicht nur diese Branche.
Wirtschaftspolitik
:Wenn die Stahllobby ihr wichtigstes Mitglied verliert
Kanzler Friedrich Merz lädt zum Stahlgipfel. Kurz davor muss der Branchenverband damit klarkommen, dass der größte Hersteller des Landes seine Kündigung eingereicht hat.
Subventionen
:Warum der Industriestrompreis nur wenig hilft
Die Bundesregierung will Firmen mit niedrigeren Strompreisen entlasten. Das verspricht kurzfristige Erleichterung, löst aber nicht die grundlegenden Probleme der energieintensiven Industrie. Ein neues Papier zeigt, wo die liegen.
Energie
:Strom wird günstiger, Gas teurer
Der Bund schießt im nächsten Jahr 6,5 Milliarden Euro zu den Netzentgelten zu. Das sind die Folgen für die Haushalte.
MeinungIndustrie
:Zum Glück wird Stahl teurer
Die EU-Kommission erhöht die Zölle für das Material – und damit die Kosten für wichtige Branchen wie die Autoindustrie. Trotzdem ist der Schritt richtig.
Stahlindustrie
:Zwischen Glut und Hoffnung
Die alten Hochöfen glühen noch, doch bald soll selbst Stahl grün sein. In Werken wie dem in Salzgitter entscheidet sich, ob Deutschlands einstige Vorzeigeindustrie sich neu erfinden kann – oder ob sie untergeht.
MeinungWeltwirtschaft
:Zum Glück kaufen Asiaten deutsche Industriekonzerne
Ein Inder will Deutschlands größten Stahlhersteller kaufen, Emirater übernehmen ein früheres Dax-Mitglied. Proteste bleiben aus, anders als bei Avancen chinesischer Rivalen. Dafür gibt es gute Gründe.
MeinungStahlindustrie
:Für die Arbeiter von Thyssenkrupps Stahltochter wäre die Übernahme ein Geschenk
Ein indischer Milliardär will Deutschlands größten Stahlkonzern TKSE kaufen. Doch es ist unklar, ob sich die Pläne rechnen. Den Beschäftigten wäre es zu wünschen.
Industrie
:Inder wollen Deutschlands größten Stahlkonzern kaufen
Thyssenkrupp Steel Europe steckt in der Krise, der Mutterkonzern will sich von der Stahltochter trennen. Bisher war geplant, dass ein tschechischer Milliardär mehr Anteile übernimmt. Überraschend meldet sich nun ein anderer Interessent.
MeinungNordrhein-Westfalen
:Die demokratischen Parteien haben den Aufstieg der AfD im Westen selbst begünstigt
Die in Teilen rechtsextreme Partei wird in Nordrhein-Westfalen den Umfragen zufolge kräftig zulegen. Das hat vor allem drei Ursachen.
MeinungIndustrie
:Der Standort Deutschland braucht keine weiteren Gipfel
Die Wirtschaftskrise dauert an, und es ist längst klar, was die Firmen benötigen. Man muss sich nur trauen, es zu tun.
Bundesregierung
:„Wir können nur das Geld ausgeben, das wir haben“
Bundeskanzler Friedrich Merz verteidigt den Verzicht auf eine Stromsteuer-Senkung für alle Verbraucher. Aus seiner Partei und der Wirtschaft gibt es aber heftige Kritik.
Mütterrente
:Rentenversicherung kritisiert Ergebnisse des Koalitionsausschusses
Die Kosten des Bürgergelds sollen sinken – die Ausgaben für die Mütterrente steigen. Worauf sich die Koalitionsparteien geeinigt haben.
Bundesregierung
:Bloß kein Ampel-Modus
Eine wichtige Achse der schwarz-roten Koalition bilden Björn Böhning und Thorsten Frei. Nun ist beim Strompreisrabatt einiges schiefgelaufen. Daraus wollen sie lernen – denn die großen Streitthemen kommen noch.