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Corona-Krise:Münchens Inzidenz nur knapp unter 50

Coronavirus - Bayern - FFP2-Maskenpflicht

Seit Mitte Februar steigt der Inzidenzwert in München nahezu stetig.

(Foto: dpa)

In der Stadt steigt die Sieben-Tage-Inzidenz seit Mitte Februar - auf nun 48,7. Im Rathaus rechnet man nicht damit, unter der Marke von 50 zu bleiben. Das hat Folgen für die geplanten Lockerungen.

In München steigt die Sieben-Tage-Inzidenz weiter deutlich - und ist nicht mehr weit entfernt von der Marke von 50, die für mögliche weitere Lockerungen von Montag an wichtig ist. Am Freitagmorgen meldete das Robert-Koch-Institut für die bayerische Landeshauptstadt einen Inzidenzwert von 48,7. Tags zuvor waren es 45,6.

Seit zweieinhalb Wochen wird dieser Wert somit stetig größer. Mitte Februar lag er sogar unter 30, weshalb im Münchner Rathaus die Forderung laut geworden war, in Kommunen mit derart niedrigen Inzidenzwerten die Corona-Einschränkungen rasch zu lockern. Nun haben sich Bund und Länder auf einen an den Inzidenzwerten orientierten Stufenplan geeinigt, den der Freistaat von Montag an weitgehend übernehmen wird.

So können dann der Tierpark Hellabrunn sowie Museen wieder öffnen. Bliebe der Wert "stabil" unter 50, entfiele dort die obligatorische vorherige Anmeldung. Auch Geschäfte dürften dann Kunden ohne vorherige Anmeldung empfangen, und größere Gruppen gemeinsam im Freien Sport treiben. Allerdings geht die Stadt selbst davon offenkundig nicht aus. Am Donnerstagabend teilte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) mit, dass der städtische Krisenstab beschlossen habe, dass sich die städtischen Museen sowie der Tierpark Hellabrunn auf das Szenario eines Inzidenzwertes von 50 bis 100 vorbereiten sollen. Da es im Beschluss der Staatsregierung heißt, für weitere Lockerungen müsse die Inzidenz "stabil" unter 50 liegen, forderte Reiter zudem, diesen Begriff rasch und konkret zu definieren.

Wichtig sind die Marken von 50 und 100 auch für mögliche weitere Lockerungen vom 22. März an: Dann können Außengastronomie sowie Theater, Opernhäuser und Kinos öffnen, wenn die Inzidenz bis dahin die ganze Zeit unter 100 bleibt. Liegt sie 14 Tage lang sogar unter 50, so entfällt dort die Pflicht der jeweiligen Besucher, einen negativen Corona-Test vom selben Tag vorzulegen.

Der Inzidenzwert wird täglich vom Robert-Koch-Institut für alle Kommunen und Länder berechnet. Er beziffert die Zahl aller Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen der vergangenen sieben Tage.

© SZ.de/kast/sbeh
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Von Heiner Effern, Jan Christoph Freybott und J. Kronsteiner

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