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Anti-Drogen-Razzia:SEK nimmt mutmaßlichen Mafioso bei München fest

Der Mann soll Teil eines Drogenrings sein, an dessen Spitze ein Mafiaboss aus Neapel steht. In Italien ging die Polizei gegen 39 weitere Verdächtige vor und beschlagnahmte ein Millionenvermögen.

Spezialkräfte der bayerischen Polizei und Ermittler des bayerischen Landeskriminalamtes haben am frühen Mittwochmorgen in einem Hotel im östlichen Münchner Landkreis einen 33-jährigen Mann festgenommen. Die Festnahme war Teil der "Operation Piazza Pulita" (Reiner Tisch), bei der die italienischen Sicherheitsbehörden in vier Regionen am Mittwoch gegen 39 weitere Personen vorging. Es seien verschiedene Maßnahmen gegen die Verdächtigen erlassen worden, darunter viele Festnahmen. Vermögen im Wert von mehr als einer Million Euro wurde beschlagnahmt.

Den Festgenommenen wird vorgeworfen, Teil eines Drogenrings in den Regionen Molise, Kampanien, Apulien und Kalabrien gewesen zu sein, an dessen Spitze ein Mafiaboss aus Neapel stehen soll. So berichteten es italienische Medien am Mittwoch. Die Erlöse aus dem Drogenhandel sollen in die legale Wirtschaft investiert und auf diese Weise gewaschen worden sein.

Welche Rolle der 33-Jährige dabei spielte, wurde nicht bekannt. Er habe sich im Keller des Hotels widerstandslos festnehmen lassen, teilte das LKA mit. Die bayerischen Beamten hatten am Dienstag einen europäischen Haftbefehl erhalten, den die italienischen Kollegen erwirkt hatten.

© SZ.de/mmo

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