Bayerische Ortsnamenkunde:Mister Namensforschung

Bayerische Ortsnamenkunde: Wolf-Armin von Reitzenstein forscht seit einem halben Jahrhundert über bayerische Ortsnamen.

Wolf-Armin von Reitzenstein forscht seit einem halben Jahrhundert über bayerische Ortsnamen.

(Foto: Robert Haas)

Hundsarsch, Stockensau oder Maulfurth - wovon leitet sich das ab? Wolf-Armin von Reitzenstein erkundet das wissenschaftlich und doziert darüber bereits im 100. Semester an der LMU. Geschichten über römische Legionäre, Pferdeköpfe an heiligen Bäumen und Pfaffen, die sich mästeten.

Von Martina Scherf

Berge, die Hundsarsch oder Metzenarsch hießen. Orte namens Petting oder Rumplmühle. Dörfer wie Maulfurt oder Stockensau. Mit all diesen seltsamen bayerischen Namen und ihrer Herkunft beschäftigt sich Wolf-Armin von Reitzenstein seit einem halben Jahrhundert. Der Altphilologe lehrt an der Ludwig-Maximilians-Universität Ortsnamenkunde, und er ist damit ein Unikum. Niemand hat so viele Quellen studiert wie er. Keiner kann ihm in Sachen Namensforschung das Wasser reichen. Wolf-Armin Freiherr von Reitzenstein, Onomatologe, steht auf seinem Briefkopf. Seine Begeisterung für dieses Orchideenfach hält auch mit 83 Lebensjahren an, und so macht er einfach weiter - mittlerweile im 100. Semester. Sein Hörerkreis an der Uni bleibt ihm treu.

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