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Umstrittene Zuschüsse:Flughafen München bezahlte 25 Millionen Euro für mehr Starts und Landungen

Ein Flugzeug startet am Flughafen in München.

Für gut 18 000 Flugbewegungen am Münchner Flughafen floss im vergangenen Jahr Geld an Airlines.

(Foto: dpa)

Für rund 18 000 Flugbewegungen floss im vergangenen Jahr Geld an Fluggesellschaften. Die Grünen verurteilten das als klimaschädliche Subventionen - zu Lasten der Flughafenanwohner.

Zur Erhöhung der Starts und Landungen hat der Flughafen München im vergangenen Jahr rund 25 Millionen Euro an Fluggesellschaften gezahlt. Das geht aus einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervor. Gefördert wurden seitens der Flughafen München GmbH (FMG) rund 18 000 Flugbewegungen zu 85 unterschiedlichen Zielen.

Insgesamt verzeichnete der Flughafen im vergangenen Jahr 417 000 Flugbewegungen. "Fünf Ziele wurden vorher nicht am Flughafen München angeboten, bei 80 Zielen wurden zusätzliche Kapazitäten geschaffen. Damit konnte der Nachfrage neuer Kundengruppen Rechnung getragen werden."

"Diese klimaschädlichen Subventionen sind erst recht ein Skandal, wenn man bedenkt, dass der Flughafen zu 100 Prozent der öffentlichen Hand gehört", sagte Johannes Becher (Grüne). Statt den Airlines Geld zu schenken und das Flugaufkommen künstlich aufzublähen, sollte die FMG es besser an seine Gesellschafter, also den Freistaat, die Bundesrepublik und die Stadt München abgeben. Die Airlines bedienten mit den Subventionen zum ganz überwiegenden Teil Ziele, die bereits ohnehin schon von München aus angeflogen würden. "Wer den Luftverkehr künstlich aufbläst, schadet dem Klimaschutz und belastet die Bewohnerinnen und Bewohner rund um den Flughafen", so Becher.

© SZ vom 31.01.2020 / dpa/mmo
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