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Corona-Krise in Ebersberg:Impfstoff soll am Wochenende geliefert werden

Erste Corona-Impfungen im Landkreis

Die erste Corona-Impfungen im Landkreis Ebersberg, im Impfzentrum am Sparkassenplatz.

(Foto: Photographie Peter Hinz-Rosin)

Bisher haben im Landkreis Ebersberg knapp 1500 Bürger das Vakzin erhalten. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 188,7.

Das Interesse an einer Impfung gegen das Coronavirus ist im Landkreis groß: Seit vergangenem Mittwoch haben sich 2567 Bürgerinnen und Bürger mit Fragen zur Impfung an die Hotline des Impfzentrums gewandt. Diese ist täglich von 6 bis 22 Uhr erreichbar. Wie das Landratsamt informiert, wird die Hotline in der Zeit von 9 bis 11 Uhr und von 13 bis 15 Uhr am stärksten genutzt. Wer außerhalb dieser Zeit anruft, habe bessere Chancen durchzukommen, so der Rat des Landratsamts.

Im Impfzentrum wurden seit der Auslieferung der ersten Impfdosen 1136 Menschen geimpft, 962 waren 80 Jahre und älter. Die mobilen Impfteams haben in sechs Alten- und Pflegeheimen insgesamt 325 Personen geimpft. Diese Woche steht, wegen einer Neuorganisation der Verteilung, kein weiterer Impfstoff zur Verfügung. Bereits vereinbarte Impftermine sind davon jedoch nicht betroffen, wie das Landratsamt informiert. Der Landkreis rechnet mit einer weiteren Lieferung von Impfstoff am Wochenende.

Landkreisbürgerinnen und -bürger die das 80. Lebensjahr vollendet haben, erhalten im Laufe des Januars ein Schreiben vom Landratsamt zur Impfung. Darin finden sich Informationen zum Ablauf, zur Terminvereinbarung und welche Informationen Impfwillige bereithalten sollten.

Insgesamt bleibt die Lage im Landkreis angespannt, ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus ist hinzugekommen, damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie auf 71. In der Kreisklinik werden derzeit 24 mit dem Coronavirus infizierte Patienten behandelt. 21 stammen aus dem Landkreis Ebersberg. Drei befinden sich auf der Intensivstation und werden dort beatmet. Zudem gibt es in der Klinik dreizehn Verdachtsfälle.

342 Menschen aus dem Landkreis waren, Stand Montag, positiv getestet. 375 Landkreisbewohner sind derzeit als Kontaktpersonen in Quarantäne. Als Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Ebersberg zeigte das Dashboard des Robert-Koch-Instituts am Montag 188,7. Auf der Basis der aktuellen Zahlen des Gesundheitsamtes ergibt sich eine Inzidenz von 182,08. Der Wert gibt an, wie viele Menschen sich bezogen auf 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen neu mit dem Corona-Virus infiziert haben.

Ein Infektionsschwerpunkt liegt derzeit in Kirchseeon, hier ist das Seniorenheim der Arbeiterwohlfahrt derzeit stark betroffen. Insgesamt 83 Infektionen sind in Kirchseeon registriert. In Vaterstetten sind es momentan noch 47 Infizierte, in Markt Schwaben und Ebersberg je 37 und in Poing 36. 25 beziehungsweise 24 Fälle sind es derzeit in Grafing und Glonn. Nur in einer Gemeinde, nämlich Bruck, ist momentan kein einziger Fall gemeldet.

Informationen zum Thema Corona gibt es auf mehreren Hotlines: (08092) 86 31 40 ist die Nummer des Impfzentrums, hier werden Fragen rund um die Impfung beantwortet. Wer beispielsweise wissen will, was nach Kontakt mit einem Erkrankten zu tun ist, kann sich an die Corona-Hotline mit der Nummer (08092) 85 16 16 wenden. Die Hotline für Betriebe und Unternehmen hat die Nummer (08092) 82 36 85.

© SZ vom 05.01.2021/koei/van
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Der Routinebetrieb im früheren Sparkassengebäude soll an diesem Mittwoch anlaufen. Weil die Nachfrage groß ist, war die Hotline zeitweise nicht erreichbar.

Von Barbara Mooser

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