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Impfungen im Landkreis Dachau:Die Zahl der Impfdosen steigt deutlich

Neues Impfzentrum

Im neuen Impfzentrum der Johanniter in Karlsfeld misst Petra Schmidt-Grabsch die Temperatur der eben geimpften Sarah Nietsch, die im Gesundheitswesen arbeitet.

(Foto: Niels P. Jørgensen)

Die Johanniter haben das neue Impfzentrum in Karlsfeld eröffnet. Die Impfstofflieferungen kommen jetzt in deutlich größerem Umfang.

Von Christiane Bracht, Karlsfeld

"Die Impfung ist das schärfste Schwert im Kampf gegen die Katastrophe", warb der Landtagsabgeordnete Bernhard Seidenath (CSU) anlässlich der Eröffnung des neuen Impfzelts in Karlsfeld am Donnerstagnachmittag. 2300 Personen hätten in dieser Woche ihre erste Spritze bekommen, nächste Woche würden 3300 Landkreisbürger zum ersten Mal geimpft, so Landrat Stefan Löwl (CSU). "Jetzt geht's los." Die Impfstofflieferungen kämen jetzt in deutlich größerem Umfang. Die Hochbetagten seien bald alle gegen Corona geschützt, so Löwl. Um das Prozedere zu beschleunigen, schicke man nächste Woche mobile Impfteams in elf verschiedene Arztpraxen im Landkreis.

Die Johanniter fühlen sich nun gut gewappnet für mehr Impfwillige. Das 600 Quadratmeter große Zelt ist nämlich nicht nur eine Reaktion auf die viele Kritik, die sich die Mitarbeiter in Karlsfeld in den vergangenen Wochen gefallen lassen mussten. "Es ist ein Neustart", sagte Rettungsdienstleiter Joern Osenbrück, dem das Karlsfelder Impfzentrum untersteht. Mit dem Zelt habe man nun doppelt so große Kapazitäten. Bis zu 400 Menschen könnten so künftig pro Tag eine Spritze bekommen. Gleichzeitig bietet das Zelt einen überdachten und beheizten Warteraum für diejenigen, die viel zu früh zum Termin kommen. Außerdem müssen Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer nun nicht mehr mühsam Rampen hochkommen, sondern können ebenerdig ins Zelt und problemlos von Station zu Station gelangen.

Regierungspräsidentin Maria Els lobte das Engagement der Johanniter. "Ich danke Ihnen für die Zuversicht, die sie mit Ihrer Arbeit spenden." Es sei immer wieder schön, den Hoffnungsschimmer in den Augen der Senioren zu sehen, wenn sie geimpft seien.

Zwar sei man mit dem Impfplan etwa drei Wochen zurück, erklärte Landrat Löwl. Doch nun habe man drei Impf- stoffe zur Verfügung und könne schon nächste Woche mit den ersten Impfungen der Kategorie zwei beginnen. Die Seren von Biontech und Moderna seien für Senioren reserviert. Das von Astra Ze- neca werde den unter 65-Jährigen gespritzt.

© SZ vom 19.02.2021
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