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Folgen der Corona-Pandemie:"Niemand möchte ein Ischgl auf der Isar provozieren"

Isarfloßfahrt im Mühltal bei Strasslach, 2016

Isar-Floßfahrten können in diesem Sommer nicht stattfinden. Der Mindestabstand kann nicht eingehalten werden.

(Foto: Stephan Rumpf)

In diesem Jahr fallen die Isar-Floßfahrten aus. Die Organisatoren sehen keine Chance, die Hygiene-Vorgaben umzusetzen.

Für Touristen und Organisatoren von Betriebsfeiern ist es eine schlechte Nachricht: Auf der Isar wird es in diesem Jahr keine Floßfahrten geben. Das haben die Veranstalter am Montag in einer gemeinsamen Erklärung mitgeteilt und nannten dafür zwei Gründe: die Vorgaben des Infektionsschutzes gegen das Coronavirus und die fehlende Planungssicherheit. Die erforderlichen Hygienekonzepte seien "auf unseren Flößen nicht umsetzbar", schildern die Chefs des Flößereibetriebs Franz Seitner, von Isarfloß Angermeier und auch des Flößereibetriebs Josef Seitner.

Es seien bereits sämtliche Termine für den Sommer 2020 ausgebucht gewesen, dennoch "mussten wir nun nach eingehender Überlegung diese Entscheidung treffen". Die Pandemie verhinderte nicht nur den geplanten Saisonstart im Mai, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Mit jeder neuen Corona-Entscheidung der Bundes- oder der Staatsregierung "mussten wir unsere Fahrten immer wieder für einen kurzen Zeitraum stornieren und auf die nächste Beschlussfassung warten - immer in der Hoffnung, dass sich die Situation bessert". Inzwischen sei klar, dass auch ein verspäteter Saisonbeginn wohl nicht risikofrei möglich wäre, ohne den derzeit positiven Verlauf der Infektionslage möglicherweise zu gefährden. Die Flößer betonen, für sie stehe Gesundheit an erster Stelle - "schließlich möchte niemand ein Ischgl auf der Isar provozieren".

© SZ vom 23.06.2020 / SZ/kafe
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