MeinungIndustriestaatenDie G 7, ein Modell von gestern

Kommentar von Kurt Kister

Lesezeit: 3 Min.

Prächtiger Bau vor prächtiger Kulisse: Schloss Elmau.
Prächtiger Bau vor prächtiger Kulisse: Schloss Elmau. Thomas Lohnes/Getty Images

Ein Gebirgstal wird verrammelt, 18 000 Polizisten sind im Einsatz, um die offenbar nötige Distanz zwischen Regierenden und Regierten sicherzustellen, 170 Millionen Euro kostet die Alpenshow mindestens: Dieser Gipfel passt nicht mehr in die Zeit.

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Vieles ist so, wie es schon vor sieben Jahren war. In Elmau treffen sich die Regierungschefs der G-7-Staaten. Ein wichtiges Thema ist der Klimawandel, zu dem es diverse Absichtserklärungen und wahrscheinlich einen "Club" geben wird. Dennoch steht der Gipfel vor allem unter dem Eindruck des russischen Krieges gegen die Ukraine. Auch das erinnert an 2015, nur nahm man damals die im Jahr zuvor erfolgte Annexion der Krim nicht ganz so ernst, wie man heute die Invasion der Ukraine nimmt. Als Riesenevent war der Gipfel 2015 ebenfalls kaum anders, als er es heute ist. Bei Garmisch wird ein Gebirgstal verrammelt, 18 000 Polizisten und Polizistinnen sind im Einsatz, um die offenbar nötige Distanz zwischen Regierenden und Regierten sicherzustellen. Die Kosten für die Alpenshow werden bei mindestens 170 Millionen Euro liegen.

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