Es ist eine heikle Rolle, die Rainer Maria Woelki an diesem Dienstagnachmittag ausfüllt. Kölns Kardinal ist als Zeuge in eigener Sache geladen; in einer so genannten Partei-Vernehmung muss er sich gegen Vorwürfe der Bild erwehren, er habe wider schlimmstes Wissens um die sexuellen Neigungen eines Düsseldorfer Priesters diesen dennoch befördert. Es geht um fast alles für den Kirchenmann - denn ohne Ehre wäre er nichts.
Kardinal WoelkiZeuge in eigener Sache
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In einem Prozess gegen die "Bild"-Zeitung wehrt der Kirchenmann sich auch gegen den Verdacht der Falschaussage.
Von Christian Wernicke, Köln
