"Bild"-Chef Johannes Boie: "Kein Millimeter Machtmissbrauch"

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Johannes Boie

"Was hier passiert ist, hat viele mitgenommen": Bild-Chefredakteur Johannes Boie in der Redaktion.

(Foto: GABO/Axel Springer)

Nach dem Skandal bei der "Bild"-Zeitung will der neue Chefredakteur Johannes Boie aufräumen. Wie er dabei vorgehen möchte, welche Auswirkungen der Fall Reichelt auf die Redaktion hat und was der Wechsel für Leserinnen und Leser bedeutet.

Interview von Caspar Busse und Claudia Tieschky

Im Konferenzraum im 16. Stock des Springer-Hauses in Berlin entsteht jeden Morgen Deutschlands größte Boulevardzeitung. Der neue Chefredakteur, Johannes Boie, 37, empfängt gleich daneben in dem Büro, das er von Julian Reichelt, 41, übernommen hat. Gegen Reichelt hatte es im Frühjahr ein Compliance-Verfahren gegeben, mehrere Frauen hatten von Fehlverhalten berichtet. Reichelt war dennoch von Springer-Chef Mathias Döpfner im Amt gehalten worden. Erst nach einer Berichterstattung in der New York Times wurde Reichelt in der vergangenen Woche freigestellt. Jetzt muss Boie für Ruhe sorgen, einen neuen Kurs festlegen und den Rückgang der Auflage bremsen. Zigaretten und Gummibärchen sind nicht das einzige, was aus Reichelts ehemaligem Büro verschwunden sind.

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