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Covid-19:Warum der Stadt-Land-Gegensatz in die Irre führt

Weihnachtseinkauf in München, 2019

Bei solchen Menschenansammlungen kann einem in Zeiten von Corona schon mal mulmig werden - Weihnachtseinkauf in der Fußgängerzone in München 2019.

(Foto: Florian Peljak)

Usedom und Tegernsee gegen New York und München: Die Coronakrise nährt die alte Feindschaft. Aber die wahren Gründe haben nichts mit Corona zu tun.

Die Corona-Version der "Heidi"-Bücher liest sich so: Ein achtjähriges Mädchen aus Frankfurt am Main besucht den einsiedlerischen Großvater in den Schweizer Bergen. Aus der Großstadt bringt das Kind ein tödliches Virus mit. Die Folgen: Der Alpöhi stirbt, der Geissenpeter geht in Quarantäne - und halb Graubünden wird verseucht. Diese Variante eines Klassikers, in dem die Dichotomie von Stadt (böse) und Land (gut) eine Hauptrolle spielt, illustriert die Neuauflage der alten Fehde. Das Virus wirkt derzeit wie ein Brandbeschleuniger für Stigmatisierungen, die nur scheinbar erloschen waren.

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