Populismus:Die Einsamkeit der Querdenker

Populismus: Sie kamen und gingen alleine. Nichts lag ihnen ferner, als sich zu organisieren: Gelbwesten-Demonstrant im Norden Frankreichs, 2018.

Sie kamen und gingen alleine. Nichts lag ihnen ferner, als sich zu organisieren: Gelbwesten-Demonstrant im Norden Frankreichs, 2018.

(Foto: Charly Triballeau/AFP)

Bewegungen wie die Querdenker, Gelbwesten oder Proud Boys haben eines gemeinsam: Ihre Anhänger sind allein. Über ein Symptom unserer Zeit.

Von Nils Minkmar

In einer kürzlich ausgestrahlten Dokumentation erinnert sich der frühere französische Premierminister Édouard Philippe an den Aufstieg der Protestbewegung der gilets jaunes im Winter 2018. Den an ihren gelben Warnwesten zu erkennenden Männern und Frauen, die jeden Samstag die Verkehrskreisel Frankreichs besetzten, ging es erst um eine Abschaffung der Ökosteuer auf Benzin, dann aber um viel mehr. Philippe erinnert sich, dass er die Sprecherinnen und Sprecher der Bewegung sehr bald nach den ersten Aktionen nach Paris in seinen Amtssitz einlud, um zu verhandeln. Aber am Morgen des vereinbarten Termins sagten sie ab: Sie hatten aus den eigenen Reihen Morddrohungen erhalten.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Alzheimer-Gesellschaft Ebersberg
"Das Risiko für eine Demenzerkrankung lässt sich mindern"
Sigrid Nunez: "Was fehlt dir?"
Traurig im Superlativ
SZ-Serie "Schatz gesucht"
Die Beutekunst-Räuber
Katharina Afflerbach
Selbstverwirklichung
Wie man mitten im Leben noch mal neu anfängt
Bundestagswahl
Ich zeig's euch
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB