bedeckt München
vgwortpixel

SZ-Podcast "Auf den Punkt":Peter Handke: Kann man Werk und politische Meinung trennen?

Der österreichische Schriftsteller wird mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Doch dafür gibt es viel Kritik, denn Handkes Position zu den Jugoslawienkriegen ist sehr umstritten.

Eigentlich regt sich Peter Handke über Kritik an seiner Sicht auf die Jugoslawienkriege nicht mehr groß auf. Er hatte sich daran gewöhnt. Doch nach der Bekanntgabe, dass die polnische Schriftstellerin Olga Tokarczuk und er den Literaturnobelpreis erhalten, bekam diese Kritik eine neue Qualität.

Als der Hamburger bosnischer Herkunft, Saša Stanišić, den Deutschen Buchpreis in Frankfurt gewinnt, nutzt er seine Dankesrede, um sich über die Ernennung Handkes zum Nobelpreisträger zu echauffieren. Handke würde die Wirklichkeit nicht anerkennen, wegen der er hier stehen dürfe, sagt Stanišić. Nun konfrontierte eine österreichische Journalistin ihren Landsmann mit dieser Aussage. Handke bekam daraufhin einen Wutanfall. Das passe ins Bild des Cholerikers, als den sich Handke selbst beschreibt, sagt Lothar Müller. Der SZ-Literaturredakteur warnt aber davor, Handkes Werk als Plädoyer für Völkermord zu bagatellisieren.

Weitere Themen: Einigung auf Brexit-Vertrag, Kurden setzen Kampf mit IS-Terrormiliz aus.

So können Sie unseren Nachrichtenpodcast abonnieren

"Auf den Punkt" ist der Nachrichtenpodcast der SZ mit den wichtigsten Themen des Tages. Der Podcast erscheint von Montag bis Freitag immer um 17 Uhr. Sie finden alle Folgen auf sz.de/nachrichtenpodcast. Verpassen Sie keine Folge und abonnieren Sie unser Audio-Angebot, etwa bei:

iTunes

Spotify

Deezer

oder in Ihrer Lieblings-Podcast-App. Wie Sie unsere Podcasts hören können, erklären wir in diesem Text. Alle unsere Podcasts finden Sie unter: www.sz.de/podcast.

Sie haben Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie uns: podcast@sz.de.

Literatur "Im Grunde ist der Literaturnobelpreis auch nur ein Witz"

Denis Scheck im Audio-Interview

"Im Grunde ist der Literaturnobelpreis auch nur ein Witz"

Der Literaturkritiker Denis Scheck spricht auf der Buchmesse über die 100 wichtigsten Werke der Weltliteratur, Entenhausen und die Frage, warum er "keinen Sex mit Nichtlesern" haben möchte. Hier zum Nachhören.   Interview von Jens Bisky