Die Mode, ausnahmslos jeden biografischen Wikipedia-Eintrag früher oder später zu einem Spielfilm zu verarbeiten, nimmt kein Ende. Während Angelina Jolie dieser Tage mit überdimensionierter Brille und Tragödinnen-Miene in Paris als Maria Callas vor der Kamera steht, und Bradley Cooper mit aufgesetzter Nasenspitze gerade im Kino den unerreichbaren Leonard Bernstein zu verkörpern versucht, kommt jetzt eine neue Folge des wohl wagemutigsten aller Film-Unterfangen: der Künstlerbiografie. Diesmal hat man sich des armen Edvard Munchs angenommen, obwohl der in 30 000 erhaltenen Werken wirklich alles Menschenmögliche dafür getan hat, selbst Zeugnis abzulegen von dem, was er erlebt, gesehen, vor allem aber gefühlt hat.
Künstler-Biografie "Munch" im KinoNiemand braucht diesen Film
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Gib mir den Schrei, Baby: Edvard Munch als Wegbereiter des Expressionismus - nach Henrik Martin Dahlsbakkens Filmbiografie muss man annehmen, der Maler sei ein großer Langweiler gewesen.
Von Johanna Adorján
