Filmdramen

Alle Rezensionen zum Filmgenre Drama

Kino
:Wir werden uns einiges zu verzeihen haben

Eva Trobisch gehört spätestens mit „Etwas ganz Besonderes“ zur Spitze der deutschen Autorenfilmer. Sie meißelt darin eine fein beobachtete Thüringer Familiengeschichte aus den Ost-Klischees.

SZ PlusVon Philipp Bovermann

Film
:Gut gemeint, trotzdem schlecht

Schöne Bilder und schöne Schauspieler sind leider nicht genug: Julian Schnabels Bestsellerverfilmung „In the Hand of Dante“ ist ein ziemliches Durcheinander.

SZ PlusVon Kathleen Hildebrand

Film
:Was für ein Trip

Der Regisseur Wolf Gaudlitz erkannte im wilden Schwabing, dass er keine Lust auf „bürgerliche Scheiße“ hat. Also zog er in die Wüste und drehte einen irren Film, den er dann mehr als 30 Jahre im Keller verwahrte. Jetzt hat er ihn wieder rausgeholt.

SZ PlusVon Josef Wirnshofer

Film
:Meine Mama ist tot, was mach’ ich denn jetzt?

In „Sechswochenamt“ ist eine  erwachsene Tochter allein mit dem Schmerz und der Bürokratie, die der Tod verursacht. Die Regisseurin Jacqueline Jansen hat um ihren Film gekämpft. Das hat sich gelohnt.

SZ PlusVon Anke Sterneborg

Film
:Scheidung auf isländisch

Ein Paar mit Kindern trennt sich – und jetzt? Das wunderbare Drama „The Love That Remains“ zeigt, wie eine Familie trotz neuer Lebensphase eine Einheit bleiben kann.

SZ PlusVon Philipp Stadelmaier

Film
:Wie fremd alles ist, was man so sagt

Eine verheiratete Frau lernt einen Mann kennen, dann ist er tot. Angela Schanelecs neuer Film „Meine Frau weint“ ist rigoros, streng, komplett anders als das gewohnte Kino – aber absolut ernst gemeint.

SZ PlusVon Fritz Göttler

Film
:Junge, räum die Sextoys weg

Geht das, erste Liebe in Zeiten allgegenwärtiger Pornografie? Vater und Sohn betreiben in „Truly Naked“ eine Sexfilm-Produktion – bis der junge Alec mit einer Mitschülerin anbandelt.

SZ PlusVon Leonore Kogler

Film
:Der wilde Strom des Lebens

Ein Begräbnis in Guinea-Bissau, eine Hochzeit in der Pariser Banlieue: Der wunderbare Kinofilm „Dao“ erzählt von einer Familie zwischen zwei Welten, mal tragisch, mal lustig, aber immer mit sehr viel Jazz.

SZ PlusVon Philipp Stadelmaier

Kino
:Verdammt rührend

Wenn der Brite John Davidson nervös wird, sagt er Dinge, die ihn in Schwierigkeiten bringen. Der Film „Verflucht normal“ erzählt von seinem Leben mit Tourette – ist selbst aber leider verflucht vorhersehbar.

SZ PlusVon Susan Vahabzadeh

Film
:Manchmal hilft nur ein paranormales Ritual

Im feministischen Psychodrama „Mother Mary“ spielt Anne Hathaway einen Popstar in der Krise. Ein neues Kleid soll sie daraus befreien – und ein bisschen Spuk.

SZ PlusVon Florian Kaindl

Film
:„Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so aufgeregt war“

„Fack ju Göhte“ war gestern: Jella Haase präsentiert in Cannes ihr Missbrauchsdrama „Gentle Monster“, in dem sie an der Seite von Superstar Léa Seydoux spielt. Ein Treffen kurz vor der Weltpremiere.

SZ PlusVon David Steinitz

Kino
:Außen schön, innen faul

Hollywoodstars experimentieren mit Sperma und Menstruationsblut: Der Thriller „Rosebush Pruning“ erzählt von einer reichen Familie und ihren Perversionen. Ein Film, als würde man in einen kandierten Apfel beißen und auf Maden stoßen.

SZ PlusVon David Steinitz

Kino
:Wie man Milliardärinnen ausbeutet

Eine fantastische Isabelle Huppert spielt „Die reichste Frau der Welt“, nach einem realen Skandal um die L’Oréal-Erbin Liliane Bettencourt. Die Mechanismen der Macht lassen sich hier fast wie am lebenden Objekt studieren.

SZ PlusVon Susan Vahabzadeh

Film
:Ein Knoten im Kopf, einer im Herzen

Leif Randt schrieb mit „Allegro Pastell“ einen Roman für die Instagram-Generation – über die Liebe und vorauseilende Wehmut. Anna Roller hat nun angemessen indie-romantische Bilder für diese Geschichte gefunden.

SZ PlusVon Sofia Glasl

Interview mit der Filmautorin Lilly Bogenberger
:„Scham ist ein Gefühl, das verhindert, dass du dich anderen anvertraust“

Die Filmautorin Lilly Bogenberger war als Jugendliche selbst psychisch gefährdet und lebte später in einer toxischen Beziehung. Wie viel von ihr steckt in ihrem Romandebüt „Narbenmädchen“ über ein Ritzerinnen-Schicksal?

SZ PlusInterview von Barbara Hordych

Kino
:Sommerglück, leicht angeknackst

Mit „Romería“ setzt die spanische Regisseurin Carla Simón ihre autobiografischen Kinoerzählungen fort. Ein Urlaubsfilm, schwerelos wie bei Éric Rohmer, in dem doch Tragik und Geheimnisse lauern.

SZ PlusVon Philipp Stadelmaier

Film
:Was kommt nach Sex mit einem Auto?

In Julia Ducournaus Cannes-Gewinnerfilm „Titane“ wurde die Heldin schwanger von einem Cadillac. Im Nachfolger „Alpha“ liefert eine Epidemie den Horror.

SZ PlusVon Florian Kaindl

Film
:Am Anfang tut es weh

Will man wirklich Stiefel lecken? Der britische Debütfilm „Pillion“ über eine schwule BDSM-Beziehung hat viel zu sagen über die Mechanismen der ersten Liebe.

SZ PlusVon Kathleen Hildebrand

Film
:Als der Mond mal traurig war

Richard Linklaters neuer Film „Blue Moon“ ist eine One-Man-Show für Ethan Hawke, der es schafft, dass man ihn lieben muss – trotz der schrecklichsten Frisur aller Zeiten.

SZ PlusVon Susan Vahabzadeh

Streaming
:Kann man mit Männern leben?

In der Arte-Mediathek ist mit „Die Aussprache“ gerade ein Film zu sehen, der zum Fall Fernandes/Ulmen passt wie kaum ein anderer.

Von Kathleen Hildebrand

Kino
:Comedy floriert im Unglück

In Bradley Coopers „Is This Thing On?“ versucht ein Mann, seine Ehe- und Lebenskrise auf der Bühne zu therapieren – seine Frau bleibt leider nur der Sidekick.

SZ PlusVon Sofia Glasl

Kino
:Völlig losgelöst

Ryan Gosling und Sandra Hüller? Daraus wird in „Der Astronaut“ nichts. Gosling fliegt ins All – und kommt stattdessen einem Stein näher.

SZ PlusVon Susan Vahabzadeh

Kino
:Was für ein Film

„Marty Supreme“ ist Kino von einer Intensität, wie man sie selten erlebt. Es geht um einen Tischtennis-Spieler, gespielt von Timothée Chalamet, um die Gier nach Leben, um Schweiß, Sex und Erlösung.

SZ PlusVon Philipp Bovermann

Interview
:„Biber kümmern sich um die verdammten anderen Tiere“

Jim Jarmusch redet gern, sollte man meinen. Sein neuer Film „Father Mother Sister Brother“, mit dem er in Venedig den Goldenen Löwen gewann, besteht ganz aus Gesprächen von Familien untereinander. Zeit, mal zu quatschen – über Pilze, Telepathie und vegane Gangsterrapper.

SZ PlusInterview von Philipp Bovermann

Kino
:Die fabelhafte Welt eines halluzinierenden Säufers

Verbitterter, alter Mann und unbedarfte, junge Frau: Dem Film „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“ mit Luna Wedler und Karl Markovics gelingt eine tragikomische Gratwanderung.

SZ PlusVon Florian Kaindl

Berlinale
:Angst essen Liebe auf

İlker Çatak erzählt in „Gelbe Briefe“ von einem türkischen Künstlerpaar, das von Erdoğans Regierung bedroht wird. Der Regisseur wünscht sich, dass der Film auch in der Türkei startet. Könnte das Projekt Konsequenzen für seine Darsteller haben?

SZ PlusVon David Steinitz

Kino
:Ächz, seufz, stöhn, lechz

Margot Robbie und Jacob Elordi erleben beeindruckend viel Liebe, Sex und Hass in der opulenten Neuverfilmung von „Wuthering Heights“. Ein fast schon unanständig überwältigender Kinofilm.

SZ PlusVon David Steinitz

Kino
:„Schade, dass niemand Hitler erschießt“

Astrid Lindgren führte während des Zweiten Weltkriegs akribisch Tagebuch. Der Film „Die Menschheit hat den Verstand verloren“ zeigt, warum sie ohne die Nazis vermutlich nie „Pippi Langstrumpf“ erfunden hätte.

SZ PlusVon David Steinitz

Kino
:Keine Macht den Drogen! Außer du bist ein Zombie

„28 Years Later: The Bone Temple“ unternimmt philosophische Exkursionen in menschliche Grenzbereiche. Mitleid gibt es hier auch für Monster.

SZ PlusVon Sofia Glasl

Kino
:Zweifelnde Mütter sollten diesen Film sehen

Das Kino erkundet seit einigen Jahren die dunklen Gefühlsregionen der Mutterschaft. So überzeugend wie im exzellenten Mysteryhorrorfilm „Mother’s Baby“ ist das selten gelungen.

SZ PlusVon Philipp Bovermann

Kino
:Der Mann, der einen Araber erschoss. Einfach so

Als der Richter später wissen will, warum er es getan hat, weiß er selbst keine Antwort. Ist damit heute alles gesagt? Zu François Ozons verunglückter Verfilmung des Romans „Der Fremde“.

SZ PlusVon Philipp Bovermann

USA
:Es läuft einem kalt den Rücken herunter

Vor dem Mord versuchten Rob und Nick Reiner mit dem gemeinsamen Film „Being Charlie“ ihr schwieriges Verhältnis und die Drogensucht des Sohnes aufzuarbeiten. Das ist rückblickend ziemlich schwere Kost.

SZ PlusVon David Steinitz

Kino
:Die eigene, unnütze Identität auslöschen

Später wird sie einmal als Mutter Teresa bekannt werden: Der Film „Teresa“ über eine junge Nonne erzählt von der heiligen Unordnung im Herzen einer jungen Frau.

SZ PlusVon Fritz Göttler

Kino
:Blut schmeckt gut

Luc Besson hat „Dracula“ neu verfilmt, nicht als Vampirfilm, sondern als Liebesgeschichte. Der Titelheld saugt trotzdem ein ganzes Nonnenkloster aus. Da kann nur noch Christoph Waltz als Priester Einhalt gebieten.

SZ PlusVon Fritz Göttler

Kino
:Ein Mensch, ein böser Mensch

„Das Verschwinden des Josef Mengele“, Kirill Serebrennikows Studie des Auschwitz-Lagerarztes, ist ein schillernder Ausflug in die Kälte.

SZ PlusVon Fritz Göttler

Film
:Kunstraub für Superschluffis

Niemand liebt Außenseiter so sehr wie die amerikanische Regisseurin Kelly Reichardt.  In „The Mastermind“ unterwandert sie den Planungswahn des „Heist“-Filmgenres – mit einem glänzenden Josh O’Connor.

SZ PlusVon Fritz Göttler

Film
:Der Sound der alten Heimat

Eine gefühlvolle Eloge auf das Essen, die Liebe und die Provinz: Über Amélie Bonnins Debütfilm „Nur für einen Tag“, der das Festival von Cannes eröffnet hat.

Von Fritz Göttler

Kino
:Menschen kann man nicht ersetzen, aber heilen

Paula Beer und Barbara Auer erwachen in „Miroirs No. 3“ zu neuem Leben. Es ist eine der hoffnungsvollsten und wärmsten Geschichten geworden, die Christian Petzold je erzählt hat.

SZ PlusVon Susan Vahabzadeh

Film
:Keine Lust auf Dickpics

Wie die Mitbegründerin von Tinder sich gegen Sexismus im Online-Dating und Belästigung in ihrer Firma wehrte: Der Spielfilm „Swiped“ erzählt die Geschichte der Tech-Pionierin Whitney Wolfe.

SZ PlusVon David Steinitz

Kino
:Männer und ihre Pinsel

Regisseur Edgar Reitz bringt mit 92 noch mal einen Film ins Kino. „Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes“ reicht nicht an seine meisterliche „Heimat“-Saga heran, fügt sich aber trotzdem nahtlos in ein großes Werk ein.

SZ PlusVon Philipp Stadelmaier

Kino
:Diagnose: alles

Eine junge Frau hat Scheibenkäse vor dem Gesicht und Sex mit Ed Sheeran: „How to be Normal“ erzählt auf erfrischende Weise von psychischen Erkrankungen.

SZ PlusVon Sofia Glasl

Kino
:Hihihi, ein Dildo

Ethan Coen nimmt sich eine längere Auszeit von seinem Bruder Joel und dreht nun lesbische B-Movies wie „Honey Don’t!“. Schön für ihn. Aber nur für ihn.

SZ PlusVon Philipp Bovermann

Darren Aronofsky im Interview
:„Es gibt Bilder, die bei mir Narben hinterlassen haben“

Hollywood-Bilderstürmer Darren Aronofsky im Interview über die Macht des Kinos zwischen Empathie und Trigger-Szenen, jüdische Bösewichter in New York und sein neues Gangsterstück „Caught Stealing“.

SZ PlusInterview von Joachim Hentschel

Kino
:Ein Lappen für die Freiheit

Die Schwestern Yasemin und Nesrin Şamdereli sind für den Filmhit „Almanya – Willkommen in Deutschland“ bekannt, der 2011 das Erzählen migrantischer Stoffe verändert hat. Ihr neues Projekt ist von ihrer Mutter inspiriert und führt sie zurück in den Ruhrpott. Ein Treffen.

SZ PlusVon Max Florian Kühlem

Kino
:Ein Heimatfilm für die Gegenwart

In ihrem preisgekrönten Drama „Milch ins Feuer“ erzählt die Regisseurin Justine Bauer von drei Frauengenerationen auf einem Bauernhof und den Nöten der modernen Landwirtschaft.

SZ PlusVon Florian Kaindl

Kino
:Druff, druff, druff

Die Berliner Technoszene hat mit „Rave On“ einen ihr würdigen Film bekommen, mit allem, was an ihr großartig ist. Und auch mit ihrem ewigen Früher-war-alles-besser-Gelaber.

SZ PlusVon Philipp Bovermann

Kino
:Ein Machtkampf zwischen Mutter und Tochter

Das Drama „Hot Milk“ erzählt von einer komplizierten Familienbeziehung. An die Romanvorlage kommt der Film aber leider nicht heran.

SZ PlusVon Susan Vahabzadeh

Spielfilmtipps zum Wochenende
:Gemütlichkeit im Dschungel finden

„Das Dschungelbuch“, „We Need To Talk About Kevin“, „Time Bandits“ und „Eine ganz heiße Nummer 2.0“: die Spielfilmtipps zum Wochenende.

Von Max Fluder

Kino
:Familienaufstellung

Ein berührendes Drama über Stolz, Selbstbestimmung und den langen Schatten der Eltern: „Zikaden“ mit Nina Hoss und Saskia Rosendahl.

SZ PlusVon Sofia Glasl

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