Künstliche Intelligenz und Arbeit:"Schlechter als der Durchschnitt"

Künstliche Intelligenz und Arbeit: Mit generativer KI sind auch qualifiziertere und einkommensstärkere Arbeitsplätze betroffen, meint Carl Benedikt Frey.

Mit generativer KI sind auch qualifiziertere und einkommensstärkere Arbeitsplätze betroffen, meint Carl Benedikt Frey.

(Foto: Joseffson/IMAGO/Westend61)

Wie stellt sich KI in menschlichen Jobs an - und welche Berufe übernimmt sie dauerhaft? Ein Interview mit Arbeitsforscher Carl Benedikt Frey.

Von Andrian Kreye

Vor zehn Jahren veröffentlichten die Arbeitsforscher Carl Benedikt Frey und Michael Osborne von der Oxford University ihre wegweisende Studie "The Future of Employment". Darin stand unter anderem, dass Automatisierungsprozesse durch künstliche Intelligenz vor allem Jobs mit niedrigeren Fertigkeiten bedrohen und die mit höheren Fertigkeiten sicher sind. Barack Obamas Wirtschaftsrat, die Weltbank und die Bank of England benutzten das Papier für die Planungen ihrer Arbeitsmarktpolitik. Jetzt haben die beiden Forscher eine neue Studie vorgelegt, die in der Winterausgabe des Brown Journal of World Affairs erscheinen wird und ihre ursprüngliche Arbeit in Teilen widerlegt. Der Grund ist die Marktreife der generativen künstlichen Intelligenz, also der KI, die Texte, Bilder und Computercodes ohne menschliche Hilfe produzieren kann und Unterhaltungen überraschend glaubwürdig simuliert.

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