Abtreibungsdebatte in Deutschland:"Das verhindert keine einzige Abtreibung. Es macht sie nur gefährlicher"

Lesezeit: 5 min

Beginn Berufungsprozess gegen Gießener Ärztin

Kristina Hänel ist Allgemeinärztin. Und sie reitet, läuft Marathon, spielt Klezmer, ist Mutter und Oma.

(Foto: Silas Stein/dpa)

Ärzte haben bisher nicht für Schwangerschaftsabbrüche werben dürfen - das soll sich laut Koalitionsvertrag ändern. Die Ärztin Kristina Hänel über ihren langen Kampf gegen §219a - und das, was Frauen wirklich bei der schwierigen Entscheidung hilft.

Interview von Laura Hertreiter und Nele Pollatschek

Schwangerschaftsabbrüche sind in Deutschland illegal, und wie es aussieht, wird das erst mal so bleiben. Trotzdem hat die Allgemeinärztin Kristina Hänel gefeiert, als am Mittwoch im neuen Koalitionsvertrag von dem Thema die Rede war. Denn der Paragraf 219a des Strafgesetzbuches soll gestrichen werden. Er verbietet es Ärzten, öffentlich über Schwangerschaftsabbrüche zu informieren. Kristina Hänel, 63, setzt sich seit Jahren gegen dieses Verbot ein, und für mehr Aufklärung und Selbstbestimmung für ihre Patientinnen. Mehrfach wurde sie verklagt, 2017 sogar verurteilt. Anfang des Jahres hatte sie eine Verfassungsbeschwerde gegen den Paragrafen eingelegt, der jetzt weg soll.

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