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Bewegung:Bewegung kann Alzheimer verzögern

Das ist auch das wichtige Fazit in den Augen des Sportmediziners Jürgen Steinacker von der Universitätsklinik Ulm: "Es gibt so viele Menschen, die 2,5 Stunden Sport pro Woche gar nicht leisten können. Aus Resignation treiben sie dann gar keinen Sport mehr."

Nun zeige die US-Studie im Einklang mit weiteren Arbeiten: "Einen Gesundheitsgewinn kann man relativ leicht erreichen." Denn schon ein bisschen Bewegung senke das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 40 Prozent und das Krebsrisiko um bis zu 50 Prozent. Auch trete die Alzheimer-Krankheit im Durchschnitt drei bis vier Jahre später auf. "Überall zeigt sich: Bewegung hilft!", sagt Steinacker. Nicht zuletzt steigere sie auch das Wohlbefinden, mache zufriedener, ausgeglichener und hebe die Stimmung.

Der Sportmediziner plädiert dafür, die Menschen zu mehr Bewegung im Alltag zu motivieren. "Activity Seeking ist das neue Schlagwort", sagt er. "Es geht darum, Aktivität zu suchen und nicht zu vermeiden." Dazu kann es gehören, statt der Rolltreppe die Treppe zu nehmen, oder mit dem Korb am Arm auf dem Markt einzukaufen, statt mit dem Auto zum Supermarkt zu fahren. Im Büro kann man sich vornehmen, die Toilette ein Stockwerk höher zu nutzen sowie den Drucker nicht neben jeden Schreibtisch, sondern an einen zentralen Ort zu stellen, sodass man häufiger zum Aufstehen gezwungen ist. "Der Sportverein kann dann die zweite Stufe sein", sagt Steinacker, "er muss es aber nicht

© SZ vom 07.11.2012/beu
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