Virtuelles Lernen:Zocken und lernen

Zeitvertreib mit Videospielen

Beim Computerspielen können Schüler zu Erzählern werden, sie können die Geschichte beeinflussen.

(Foto: dpa)

In der Schule helfen Computerspiele längst, Wissen zu vermitteln. Auch zu Hause können sie als digitales Lehrmittel dienen.

Von Matthias Kreienbrink

Lena Florian musste ihre Schüler nicht überzeugen, als sie zum ersten Mal "Minecraft" in die Klasse mitbrachte. Aber deren Eltern. Die Kinder verbrächten doch schon so viel Zeit vor dem Bildschirm, klagten sie. Und dann auch noch Computerspiele in der Schule? Also begann Lena Florian, geduldig zu erklären, warum "Minecraft" sich aus ihrer Sicht gut fürs Lernen eignet. Natürlich wusste sie da noch nicht, wie aktuell die Frage virtueller Lernmöglichkeiten angesichts von Corona-Pandemie und Schulschließungen werden würde. Bei "Minecraft" besteht alles aus Rohstoffblöcken, die sich zu jeder erdenklichen Form zusammensetzen lassen: Häuser, Menschen, Moleküle. So können Spieler mathematische Funktionen darstellen oder räumliche Koordinaten greifbar machen - Verstehen durch Veranschaulichen.

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