Bildung - Magdeburg:Weniger Bildungsurlaub während der Pandemie

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Ein Kind spielt im Wohnzimmer, während seine Mutter arbeitet. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Illustration (Foto: dpa)

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Magdeburg (dpa/sa) - Die Nachfrage nach Bildungsurlaub in Sachsen-Anhalt ist während der Corona-Pandemie deutlich gesunken. 566 Menschen nahmen 2020 an solchen Angeboten teil, wie eine Sprecherin des Bildungsministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Magdeburg mitteilte. Im Vorjahr waren es mit circa 2250 noch fast viermal so viele gewesen.

"Der starke Rückgang bei der Nachfrage im Jahr 2020 ist situationsbedingt fast ausschließlich der Pandemie geschuldet", erläuterte die Sprecherin. Allerdings ging die Zahl der teilnehmenden Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen auch schon in den Vorjahren zurück: 2016 waren es gut 5100, 2017 etwa 4600 und 2018 knapp 3770 gewesen.

Die höchste Nachfrage habe es in der Altersgruppe der 25- bis 35-Jährigen gegeben, vorwiegend nutzen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zwischen 25 und 55 das Angebot. Der Frauenanteil liege leicht über dem der Männer, so das Ministerium. Thematisch seien besonders die Bereiche Medien, Wirtschaft, Englisch sowie Gesundheit und Ernährung gefragt. Auch themenübergreifende Veranstaltungen stießen auf Interesse. Generell werden Bildungsmaßnahmen anerkannt, die thematisch der berufsbezogenen Weiterbildung dienen, wie es hieß.

Möglich sind bis zu fünf Arbeitstage im Kalenderjahr, an denen sich Menschen mit einer Arbeitsstätte in Sachsen-Anhalt für Sonderurlaub freistellen lassen können - um sich berufsspezifisch weiterzubilden. Beschäftigte müssen den Antrag bei ihrem Arbeitgeber stellen.

© dpa-infocom, dpa:210801-99-647355/3

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