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Wallerstein:"Aha, Türke, Muslim, passt nicht zu uns"

Sener Sahin grüßt auch die Leute freundlich, die ihn als Bürgermeisterkandidaten verhinderten.

(Foto: privat)

Sener Sahin sollte Bürgermeisterkandidat der CSU im schwäbischen Wallerstein werden. Dann gab es Proteste wegen seiner Religion und er zog die Kandidatur zurück. Heute blickt er ohne Groll zurück.

Interview von Johann Osel, Wallerstein

Vor einem Jahr, im Januar 2020, sollte und wollte Sener Sahin Bürgermeisterkandidat der CSU in Wallerstein im schwäbischen Landkreis Donau-Ries werden - zog aber nach massivem Protest an der örtlichen Parteibasis zurück. Der Unternehmer und Amateurfußball-Trainer, in Deutschland geboren, ist Muslim; für viele Bürger in dem Ort anscheinend ein Skandalon und schier ein Ding der Unmöglichkeit, zumal als Repräsentant der Christsozialen. Das Medienecho war enorm, die Partei zog dann ohne Anwärter fürs Rathaus im März in den Kommunalwahlkampf. Und die CSU stand, sehr zur Sorge der Führung in München, öffentlich als gestrig und stockkonservativ da. Ein Jahr nach dem Rummel: Nachgefragt bei Sener Sahin, 45. Einem Mann, der mit sich im Reinen wirkt.

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