Verkehr zu Pfingstferien-Beginn Österreichs Polizei sorgt mit Blockabfertigungen für zusätzliche Staus

Wegen der Blockabfertigungen ist am Freitag und Samstag mit langen Staus in Richtung österreichische Grenze zu rechnen.

(Foto: dpa)
  • Die österreichische Polizei setzt zu Beginn der Pfingstferien auf Blockabfertigungen: Am Freitag und Samstag werden stündlich nur 300 Lastwagen über die Grenze gelassen.
  • Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) kritisiert die Aktion als "absolut inakzeptabel": Die Tirol-Blockade sei eine massive Störung des Urlaubsverkehrs und ein klarer Verstoß gegen EU-Recht.
  • Nicht nur auf den Straßen, auch an den bayerischen Flughäfen wird am ersten Pfingst-Wochenende mit viel Andrang gerechnet.

Zu Beginn der Pfingstferien wird es voll auf Bayerns Straßen, und das liegt nicht nur an den vielen Urlaubern, die gen Süden fahren. Kurzfristige Blockabfertigungen, die Behörden in Tirol seit Freitagmittag durchführen, dürften die Situation auf einigen Straßen in Oberbayern verschärfen. Eine Aktion, auf die Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) gereizt reagiert: "Es ist absolut inakzeptabel, dass Tirol an Pfingsten kurzfristig zusätzliche Lkw-Blockabfertigungen anordnet", teilte er am Freitagmittag mit. Kurz zuvor hatte die österreichische Polizei um 12 Uhr mit der Blockabfertigung am Grenzübergang der Inntalautobahn A 93 bei Kufstein begonnen. Sie will am Freitag und Samstag bei der Einreise nach Tirol stündlich nur maximal 300 Lastwagen passieren lassen.

Die Tirol-Blockade sei nicht nur eine massive Störung des Urlaubsverkehrs, "sondern auch ein klarer Verstoß gegen EU-Recht und den freien Warenverkehr", so Scheuer weiter. Kritik kam auch vom bayerischen Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU): "Wir halten es für den falschen Weg, den Lkw-Transitverkehr auf dieser Verkehrsader von größter Bedeutung mit Restriktionen zu belegen, ohne dass Alternativen für eine Verlagerung von Transporten auf andere Verkehrsträger in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen." Die Praxis laufe darauf hinaus, den Verkehr auf Umwege zu schicken und die Belastung damit andernorts zu verschlimmern.

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Die Polizei rät Verkehrsteilnehmern, die nicht unbedingt am Freitag oder Samstag Richtung Süden fahren müssen, ihre Reisepläne noch einmal zu überdenken. Die Lkw-Blockabfertigung beginnt am Samstag um 5 Uhr morgens. Für den Freitagnachmittag, wenn viele Eltern mit ihren Kindern nach der Schule in den Urlaub aufbrechen, erwarteten die Beamten nicht nur auf der Inntalautobahn lange Staus, sondern auch auf der A 8 in Richtung Salzburg.

Auch die Flughäfen rechnen mit viel Andrang. Am größten bayerischen Flughafen in München werden am letzten Schultag bis zu 160 000 Passagiere erwartet. Fast 1300 Starts und Landungen seien geplant, teilte die Betreibergesellschaft mit. Bis zum Ende der Ferien rechnet der Airport mit 2,4 Millionen Reisenden. In Nürnberg werden in den kommenden zwei Wochen 243 000 Passagiere erwartet.

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