bedeckt München 14°

Rechtsextremismus:"Wir töten jeden, der sich uns in den Weg stellt"

Militante Selbstdarstellung: Wie nah stand "Heydrich" vor dem Entschluss, ein Attentat in Bayern zu verüben?

(Foto: Screenshot Belltower News/Amadeu Antonio Stiftung)

Ein junger Mann lässt in Chats einer Neonazi-Gruppe seinem Hass freien Lauf. Nun könnte er bald vor Gericht stehen: Laut Anklage hat er ein Attentat erwogen.

Von Johann Osel

Martialisch ist eins der Fotos, mit denen sich Fabian D. im Netz präsentierte, in Chatkanälen von Gleichgesinnten. Ein junger Mann, etwas stämmig, man sieht mit scharfem Blick seinen Bauch, der sich unter dem Flecktarnanzug abzeichnet. Er befindet sich am Waldrand und hält ein Sturmgewehr im Anschlag; es könnte auch eine Attrappe sein. Eine Totenkopfmaske ist über sein Gesicht montiert. Kampfbereitschaft will er damit bekunden, im Kampf für die weiße Rasse und gegen Andersdenkende. Auf einem anderen Chatbild, das den 22-Jährigen zeigen soll, ist sein Gesicht auch verhüllt, er trägt Sonnenbrille. Klar zu erkennen ist dagegen der Mann, dessen Konterfei er in einem Rahmen vor seine Brust hält: Adolf Hitler.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Busy father working at table in home office with son sitting on his lap model released Symbolfoto property released PUB
Doppelbelastung
Was Familien wirklich brauchen
April 29 2014 Toronto ON Canada TORONTO ON APRIL 29 British philosopher Alain de Botton
Alain de Botton im Interview
"Das Beruhigende ist: Wir wissen, wie man stirbt"
Coronavirus - Hamsterkäufe
Kaufverhalten
Hamstern kann rational sein, ist aber nicht klug
Psychologie
"Wie wir leben, beeinflusst unser Sterben"
sterbehilfe
SZ-Magazin
»Unsere Liebe hatte keine Vergangenheit und keine Zukunft«
Zur SZ-Startseite