Koalitionsstreit beendet:Verwaltungsgericht für Niederbayern wird in Freyung angesiedelt

Freie Wähler und CSU

CSU-Chef Markus Söder und FW-Chef Hubert Aiwanger haben sich über den Standort des Verwaltungsgerichts für Niederbayern geeinigt (Symbolbild).

(Foto: Peter Kneffel/dpa)

Nach langem Streit zwischen CSU und Freien Wählern scheint man sich nun auf einen neuen Standort geeinigt zu haben. Zudem soll es weitere Behörden-Verlagerungen in den bayerischen Wald geben.

Nach langem Streit in der bayerischen Regierungskoalition aus CSU und Freien Wählern bekommt Niederbayern nun doch ein Verwaltungsgericht. Es soll in Freyung (Kreis Freyung-Grafenau) angesiedelt werden, berichtete die "Passauer Neue Presse" am Dienstag unter Berufung auf Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler).

CSU und Freie Wähler waren zwischenzeitlich uneinig über den Standort gewesen, weil die Freien Wähler die Stadt Grafenau bevorzugt hätten. Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder hatte daraufhin verkündet, dass Niederbayern dann eben kein eigenes Verwaltungsgericht bekomme, sondern die Einrichtung komplett in Regensburg bleibe.

Nun gibt es einen Kompromiss, wie Aiwanger auch der Nachrichtenagentur dpa bestätigte. Die Freien Wähler hätten der Lösung unter der Maßgabe zugestimmt, dass es weitere Behörden-Verlagerungen in den bayerischen Wald geben soll, auch nach Grafenau.

Aiwangers Wirtschaftsministerium wird dem Bericht zufolge eine Messtechnische Sonderprüfstelle des dem Ministerium unterstellten Landesamtes für Maße und Gewichte auslagern. Die Investition belaufe sich auf rund 20 Millionen Euro, zehn bis 15 Arbeitsplätze könnten in Grafenau entstehen.

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