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Bayerns Ministerpräsidenten auf Reisen:Überflieger aus groovy Bavaria

Roter Platz, Taj Mahal, Spiegelsaal und immer wieder Quebec: Bayerns Ministerpräsidenten sind häufig unterwegs - und setzen bei ihren Reisen ganz unterschiedliche Akzente. Einer steuerte seinen Flieger sogar selbst.

Ministerpräsident Horst Seehofer wird in den nächsten Tagen zwar mehrere Fluggeräte besteigen, einen Hubschrauber und ein Flugzeug. Doch größere Gefahren müssen seine Begleiter bei der ab Sonntag anstehenden Schweizreise dadurch nicht befürchten.

EHEPAAR STOIBER AM TAJ MAHAL

Lächeln im Angesicht der Zweidrittelmehrheit: das Ehepaar Stoiber in Indien.

(Foto: DPA/DPAWEB)

Seehofer fliegt, aber er fliegt nicht selbst - das unterscheidet ihn vom legendären Bayernüberflieger Franz Josef Strauß. Dessen Reise kurz vor Jahresende 1987 mit der selbst gesteuerten Cessna nach Moskau hat sich in der Liste großer CSU-Anekdoten ganz weit oben verewigt.

Was heute undenkbar klingt, fand damals statt: Ein Ministerpräsident fliegt auf Auslandsreise nicht nur selbst, sondern landet auch noch auf einem wegen Schneetreibens eigentlich gesperrten Flughafen, weil er nur noch für wenige Minuten Treibstoff hat.

Bekanntlich ging die Sache gut aus, sonst hätte die Parteigeschichte einen anderen Verlauf genommen. Im Flieger saßen immerhin die kommenden Größen Edmund Stoiber und Theo Waigel sowie Gerold Tandler.

25 Jahre später, in der Ära Seehofer, findet bayerische Außenpolitik auf anderer Flughöhe statt: organisatorisch ausgereifter, aber mit nicht ganz derselben Antriebskraft durch den Chef.