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Unistädte:Würzburg, Bayerns heimliche Nummer eins bei Studenten

Eine ehemalige US-Kaserne in Würzburg wird zum Universitäts-Campus.

Eine ehemalige US-Kaserne ist in Würzburg zum Universitäts-Campus geworden.

(Foto: dpa)

Keine eine andere Großstadt im Freistaat hat einen derart hohen Studentenanteil wie Würzburg. Das zeigt, welch immensen Wandel die Stadt gerade durchläuft.

Die deutsche Studentenstadt ist ein Mythos, und würde man fragen, welche Städte den Leuten da sogleich einfallen, dann klängen die Antworten wohl ziemlich ähnlich. Freiburg, na logisch. Und dann natürlich auch Heidelberg und Münster. Allesamt große Städte mit großer Geschichte und komfortabler studentischer Infrastruktur.

In Würzburg haben sie kein Problem damit, nicht in der allerersten Reihe genannt zu werden; das aber wohl deshalb, weil sich der Franke in der Rolle des heimlichen Helden ohnehin recht wohl fühlt. Muss ja nicht jeder wissen, wie enorm sich die Heimat entwickelt hat. Hauptsache es ist so - und wir wissen es selbst.

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Eine Tatsache in Sachen Unistädte ist freilich selbst in Würzburg bislang kaum bekannt: 81 deutsche Großstädte gibt es, Städte mit mehr als 100 000 Einwohnern also - und nur in einer ist der Studentenanteil höher als in Würzburg. In Göttingen liegt die Studis-pro-Einwohner-Quote bei 30 Prozent. In Würzburg sind an drei staatlichen Hochschulen mehr als 34 000 Menschen eingeschrieben, was einem Anteil von 27 Prozent entspricht.

Heidelberg und Münster? Deutlich weniger (22 und 19). Und Freiburg, so kann man sich irren, ist mit seinen 14 Prozent in der Statistik regelrecht abgeschlagen. Klar, es gibt unterhalb der Großstädte auch kleinere Kommunen mit noch imposanteren Quoten (Eichstätt oder Gießen). Aber wenn man in einer dezidiert studentischen Großstadt leben möchte, drängt sich in Süddeutschland keine andere Kommune mehr auf als eben Würzburg.

Lange hat man das im Würzburger Zentrum gar nicht so arg gesehen (wohl auch, weil der Campus auf einem Hügel am Stadtrand liegt). Inzwischen aber, etwa am Theater, weiß man gar nicht mehr, welches der lässigen Cafés man zuerst aufsuchen soll, um zu beobachten, welch immensem Wandel diese Stadt - die vor nicht allzu langer Zeit vor allem als "Domstadt" einsortiert wurde - unterliegt.

Apropos Mainfrankentheater. Das stand 2001 kurz vor dem Aus. Nun blickt man aus einem der Cafés auf eine Baustelle und ahnt, welch gehörigen Sprung nach vorne dieses Haus machen dürfte nach dem Umbau. Am Sonntag wurde ein Eckpunktepapier unterzeichnet, das festzurrt, dass die Stadt alsbald ein Staatstheater haben wird. Glückliches Würzburg.

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