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Bayern:Behörden nehmen 34 mutmaßlichen Extremisten Waffen ab

Vorstellung der bayerischen Kriminalstatistik, Der bay. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) (IM BILD) und der bay. Pol

"Waffen gehören nicht in die Hände von Personen mit extremistischem Gedankengut", teilt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann per Pressemitteilung mit.

(Foto: imago images/Alexander Pohl)

Insgesamt habe es bei 135 Menschen Hinweise auf extremistische Bezüge gegeben, meldet das Innenministerium. Die Mehrheit von ihnen gehöre zur rechtsextremistischen oder zur Reichsbürger-Szene.

Bayern hat 34 mutmaßlichen Extremisten im vergangenen Jahr ihre Waffen abgenommen. Nach Angaben des Innenministeriums vom Dienstag erhielten die Waffenbehörden Hinweise auf 135 Menschen mit extremistischen Bezügen. Vier Anträge auf Waffenerlaubnis seien abgelehnt und 20 Waffenbesitzverbote verhängt worden.

"Waffen gehören nicht in die Hände von Personen mit extremistischem Gedankengut. Hier müssen wir alle Anstrengungen unternehmen, um jeglicher Gefahr entgegenzuwirken", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in München.

Gegen 64 Verdächtige hätten die Waffenbehörden den Widerruf der waffenrechtlichen Erlaubnis eingeleitet. 14 davon gaben demnach Waffen und Erlaubnis freiwillig ab. Nach Herrmanns Angaben gehört mit 98 Betroffenen die Mehrheit der Erlaubnisinhaber zur waffenaffinen rechtsextremistischen Szene sowie zur "Reichsbürger und Selbstverwalterbewegung". Die sogenannten Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik als Staat nicht an. Vier weitere Menschen hätten Bezüge zum Linksextremismus, acht zu Islamismus und Ausländerextremismus.

Grundlage für die Maßnahmen zur Entwaffnung ist das am 20. Februar 2020 in Kraft getretene Dritte Waffenrechtsänderungsgesetz. Es sieht vor, dass die Mitgliedschaft in einer extremistischen Vereinigung dazu führt, dass ein Antrag auf waffenrechtliche Erlaubnis abgelehnt und eine zuvor erteilte Erlaubnis entzogen wird.

Der Oberste Rechnungshof (ORH) hatte den bayerischen Behörden jüngst mangelnde Kontrolle der Waffenbesitzer im Freistaat vorgeworfen. Das Innenministerium hat die Kritik in seiner Stellungnahme in Teilen zurückgewiesen, in Teilen Verbesserungen zugesagt.

© SZ.de/dpa/infu
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