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Nach Hitler-Satz:Landtagspräsidentin rügt SPD-Fraktionschef Brunn

Neuwahl des SPD-Fraktionsvorstands

Florian von Brunn hat einen umstrittenen Satz über die CSU gesagt. Dafür sollte er sich entschuldigen.

(Foto: dpa)

Dass die Vorgänger der CSU "Steigbügelhalter von Adolf Hitler" gewesen seien, ist laut Ilse Aigner "inakzeptabel". Florian von Brunn räumt seinen Fehler ein, hält die Rüge aber für überzogen.

Von Andreas Glas

Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) hat erwartungsgemäß eine Rüge gegen SPD-Fraktionschef Florian von Brunn ausgesprochen. Der Grund war, dass Brunn während einer Landtagsdebatte in der vergangenen Woche gesagt hatte: "Die Vorgänger der CSU waren die Steigbügelhalter von Adolf Hitler." Dies sei "inakzeptabel", "unzutreffend" und "eine nicht gerechtfertigte Pauschalisierung", sagte Aigner.

Dass Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) vor Brunns Äußerung Parallelen im Politikstil zwischen der AfD und Brunns SPD hergestellt hatte, rügte Aigner nicht - sie mahnte aber, "auch derartige nicht unproblematische Vergleiche künftig zu unterlassen". SPD-Fraktionschef Brunn räumte ein, dass sein Satz "zugespitzt" und "unterkomplex" gewesen sei, die Rüge aber überzogen. Wer die SPD mit der AfD vergleiche, müsse mit Widerstand rechnen.

© SZ vom 17.06.2021 /kafe
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