
Ausstellung:Die Mischung von Ja und Nein
Thomas Bayrle hörte an der Webmaschine Rosenkranzgebete und sah die digitale Zukunft. Die Frankfurter Schirn widmet dem Techno-Pointillisten eine große Werkschau.
(freie Mitarbeit)

Thomas Bayrle hörte an der Webmaschine Rosenkranzgebete und sah die digitale Zukunft. Die Frankfurter Schirn widmet dem Techno-Pointillisten eine große Werkschau.

Das Leben der Malerin Paula Modersohn-Becker zeigt, was die Welt verliert, wenn sie Frauen ausgrenzt. Zum 150. Geburtstag der Ausnahmekünstlerin erinnern gleich mehrere Ausstellungen daran.

Mit Nnena Kalu hat erstmals eine neurodivergente Künstlerin den wichtigen Turner-Preis gewonnen. Prognose: In zehn Jahren ist diese Frau noch viel berühmter als heute.

Das Hildesheimer Dommuseum zeigt seine Schätze – in einer radikal kirchenkritischen Ausstellung. Die Schau „Die Zirkulation von Arbeit, Kapital und Leben als Lieferkette“ legt genial-assoziativ die im Schutz christlicher Missionsvorhaben begangenen Grausamkeiten dar.

Es wird alles immer schlimmer? Die Ausstellung „Utopia. Recht auf Hoffnung“ im Kunstmuseum Wolfsburg ruft dazu auf, die Dinge mit künstlerischen Interventionen zum Besseren zu wenden.

Die Künstlerin Suzannze Duchamp wurde lange von ihren Brüdern überstrahlt. Die Schirn Kunsthalle zeigt in ihrem temporären Domizil in Frankfurt-Bockenheim erstmals ihr Werk.

Das Hamburger Schauspielhaus zeigt den oft inszenierten Roman „Das große Heft“ von Ágota Kristóf. Regisseurin Karin Henkel verhandelt die Frage, ob zwei Mörder Helden der Ethik sein können – oder doch nur schnöde Verbrecher sind.

Die Bürgerschaft der Stadt macht den Weg frei für den Bau der neuen Oper im Hafen, um die sich ein Park bis hoch aufs Dach schlängeln soll. Falls es nicht doch noch an den Kosten scheitert.

„Vampire’s Mountain“ von Philippe Quesne: Der französische Bühnenromantiker versammelt am Schauspielhaus Hamburg ein Häuflein Untoter zu einem freundlichen Weltabgesang.

Ein katastrophaler Abend am Thalia-Theater in Hamburg mit Corinna Harfouch verhebt sich an der Philosophin Hannah Arendt und lässt den Holocaust aussehen wie eine Komödie.

Wo unter den Direktiven von Terrorbekämpfung und Moral widerspenstige Kultur verhindert wird: Die 18. Istanbul-Biennale reibt sich an den türkischen Verhältnissen.

Essen und Dresden feiern den südafrikanischen Zeichner, Theatermacher und Regisseur William Kentridge mit gleich vier Ausstellungen auf einmal. Dessen Kritik von unbeherrscht Herrschenden ist aktueller denn je.

In Chemnitz beginnt die zweite Hälfte des Kulturhauptstadt-Jahres mit einer großen Ausstellung zu Edvard Munch. Ihr Thema: die Angst.

Wo Berlin, München oder Köln kürzen, nimmt die Hansestadt Geld in die Hand: Das Kulturzentrum Kampnagel wird für 168 Millionen Euro saniert. Dabei sind schon jetzt aufwändige Produktionen dort zu sehen, wie das Internationale Sommerfestival zeigt.

Fünf Freunde sollt ihr sein: Das Münchner Museum Brandhorst erzählt die Geschichte der einflussreichen New Yorker Künstler Jasper Johns, Cy Twombly, Robert Rauschenberg, John Cage und Merce Cunningham.

Joachim Lux verlässt nach einer sagenhaft langen Intendanz von 16 Jahren das Thalia-Theater Hamburg. Was wird in Erinnerung bleiben? Und was kommt auf die Nachfolgerin Sonja Anders zu?

Die Surrealisten um André Breton suchten Geistesverwandte in der Kulturgeschichte – und fanden sie in der deutschen Romantik. Die opulente Ausstellung „Rendezvous der Träume“ in der Hamburger Kunsthalle erkundet diese Nähe.

Die Surrealisten um André Breton suchten Geistesverwandte in der Kulturgeschichte – und fanden sie in der deutschen Romantik. Die opulente Ausstellung „Rendezvous der Träume“ in der Hamburger Kunsthalle erkundet diese Nähe.