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Genfer Autosalon:Kleiner ist feiner

Vollmundige Absichtserklärungen sind passé: Auf dem 80. Genfer Autosalon, der diese Woche beginnt, stehen ernsthafte Serienmodelle im Mittelpunkt.

Ein Klischee nutzt sich ab. Jahrzehntelang wurde die Autoshow in Genf, die traditionell Anfang März über die Bühne geht, mit allerlei Frühlingsmetaphern bedacht. Immer war da von Aufbruch die Rede, von Optimismus der Branche, von Blütenträumen und lockerer Stimmung. Und lange, selbst noch in der heraufziehenden Krise, stimmte das Bild.

Die Zeiten sind vorbei. Der Branche stehen beinharte Zeiten bevor. Nach Auslaufen der Abwrackprämie rechnet man allgemein mit einem Einbrechen der Verkäufe in Europa, das bedeutet für die Autobauer Überkapazitäten und wachsenden Preisdruck.

"Das kritischste Jahr der Krise liegt noch vor uns", warnte VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch unlängst in einem vertraulichen Brief an das Management. Dabei gilt Volkswagen noch als relativ gut aufgestellt für die kommenden Jahre - nicht zuletzt, weil man zahlreiche kleinere und sparsamere Modelle mit effizienten Motoren entweder bereits anbieten kann oder in nächster Zukunft auf den Markt bringt. Genau solche werden künftig verstärkt gefragt sein - dank wieder zu erwartender Preiserhöhungen für Mineralöl, dank CO2-Diskussion und weiterer Umweltgesetze.

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