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Erprobungsfahrt Opel Astra:Endlich näher dran am Golf

Opel bereitet IAA-Premiere des neuen Astra vor

Unterm Tarnkäppchen: Bis vor Kurzem ließ der neue Opel Astra seine Formen nur erahnen.

(Foto: dpa-tmn)

Der neue Astra debütiert im September auf der IAA. Eine Fahrt im Prototypen zeigt: Obwohl viele nützliche Extras weiterhin fehlen, ist der Opel ein Auto, das neugierig macht.

Tarnung ist alles: Weil der neue Opel Astra erst auf der IAA im September debütiert, hat der Werkschutz die Vorserienautos in schwarz-weiße Folie eingewickelt. Das verdeckt viele Details, nicht aber die Proportionen. Demzufolge sieht das Baumuster G2 windschnittiger aus und weniger wuchtig.

Opel Astra

Große Erleichterung

Der Schein trügt nicht: Länge minus 49 mm, Radstand minus 26 mm, Höhe minus 23 mm. Trotzdem ist der Wagen geräumiger geworden, bietet im Fond 23 mm mehr Beinfreiheit und ein etwas größeres Gepäckabteil. Besonders stolz sind die Opelaner auf das Leergewicht, das je nach Motorisierung zwischen 120 und 200 Kilo unter dem Vorgänger liegt. Allein das Chassis hat 50 Kilo abgespeckt. Das Design? Gefällig, funktionell - und komplett neu.

Mit dem richtigen Motor macht der Astra Laune

Wir fahren im Konvoi, mit dabei sind Vergleichsfahrzeuge der Vorgänger-Generation. Nach einer Stunde Fahrzeugwechsel, vom alten 1,6-Liter-Sauger in den aufgeladenen 1,0-Liter-Dreizylinder. Nein, keine Offenbarung. Dafür ist die Übersetzung zu lang und der Motor zu sehr auf hohe Drehzahlen angewiesen. Aber zumindest spürt man mit jedem Manöver die neue Leichtigkeit des Seins. Jetzt ist endlich Leben in der Lenkung, wird reaktionsschnell und nachhaltig verzögert, schafft der Opel ohne Mühe den Spagat aus agiler Handlichkeit, gefestigter Straßenlage und ordentlichem Federungskomfort.

Der neue Opel Astra.

Inzwischen hat Opel die ersten Bilder des fertigen Designs veröffentlich. Sie zeigen einen modern gestylten VW-Golf-Konkurrenten.

(Foto: STG)

Richtig überzeugt hat uns aber erst der 1,4-Liter-Benziner. Er leistet 145 PS, macht im Overboost-Modus mit 235 Nm dem Sechsganggetriebe Beine, läuft vergleichsweise leise und vibrationsarm. Außerdem geht er gut genug, um den Astra aus der fahrdynamischen Deckung zu locken - eine Übung, die vom Vorgänger nicht goutiert wurde. Die ausgewogene Gewichtsverteilung, die steifere Anbindung des Fahrwerks an die Karosserie und die spritzigeren Motoren machen Laune.